KI-Modelle und Plattformen
Generative KI im Mittelpunkt der Ai4-Konferenz 2023

Im Laufe der Jahre hat sich das Landschaftsbild der künstlichen Intelligenz (KI) dramatisch verändert. Diese kontinuierliche Entwicklung wurde auf der jüngsten Ai4-Konferenz vom 7. bis 9. August 2023 in Las Vegas, NV, vorgestellt, wo Generative KI im Mittelpunkt stand.
Blick zurück auf Ai4 2022
Die Ai4-Konferenz des letzten Jahres war ein Fest der etablierten Techniken, die die Grundlage für die aktuellen KI-Neuerungen gelegt haben. Sitzungen und Diskussionen wurden stark von etablierten Methoden wie Deep Learning dominiert, das im Bereich der Bild- und Spracherkennung im Vordergrund stand. Reinforcement Learning war ein weiterer wichtiger Spieler, mit der Fähigkeit, Agenten zu trainieren, um eine Reihe von Entscheidungen zu treffen, indem sie für korrekte Aktionen belohnt wurden. Zusätzlich machten Nischenanwendungen wie Federated Learning bemerkenswerte Auftritte, wobei die Bedeutung von Privatsphäre und dezentraler maschineller Lernens hervorgehoben wurde.
Das Aufkommen von Generativer KI im Jahr 2023
Ein Jahr später hatte sich die Szene dramatisch verändert. Es schien nicht zu matter, welche Sitzung man auf dieser Veranstaltung besuchte, Generative KI war der unbestrittene Star der Show. Dazu gehörten Bildgenerierung, Text, Musik, Video und mehr. Mit ihrer Fähigkeit, Inhalte in einem zuvor unmöglichen Maßstab zu erstellen, war ihre Präsenz auf der Ai4-KI-Konferenz 2023 nicht überraschend.
Was viele überraschte, war nicht nur die Anwesenheit von Generativer KI, sondern auch das Ausmaß, in dem sie die etablierten Methoden überschattete. Dies bedeutet nicht, dass die grundlegenden Techniken veraltet sind; sie bleiben integraler Bestandteil vieler KI-Anwendungen. Die Verschiebung des Fokus unterstreicht jedoch die Tendenz der Branche, zukunftsorientiert zu sein und ständig nach dem nächsten Durchbruch zu suchen.
Während die positiven Anwendungen von Generativer KI hervorgehoben wurden, wurden auch Bedenken hinsichtlich der möglichen negativen Auswirkungen dieser Technologie geäußert.
Bedenken hinsichtlich Generativer KI?
Intellectual Property
Eine Diskussionsrunde konzentrierte sich ausschließlich auf Bedenken hinsichtlich des geistigen Eigentums, die potenzielle Fähigkeit dieser Modelle, Inhalte zu reproduzieren, umzuformulieren oder sogar “neue” Inhalte zu erstellen, wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich Plagiate und geistigen Eigentumsrechten auf. Wie können wir als Gesellschaft Originalität in einer Welt zuweisen, in der Maschinen Inhalte auf Abruf erstellen können?
Die beiden Fragen, die aufgeworfen wurden, sind:
- Kann Kunst, die von KI generiert wird, urheberrechtlich geschützt werden, und noch wichtiger, sollte sie urheberrechtlich geschützt werden?
- Verletzen KIs, die Informationen und Kunst aus der ganzen Welt aufsaugen, die Urheberrechte von Künstlern?
Die beiden Fragen, die gestellt wurden, hatten noch keine klare Antwort, da wir als Gesellschaft noch auf Klärung zu den oben genannten Fragen warten.
Sicherheitsbedrohungen
Einige Sitzungen diskutierten die möglichen Missbrauchsfälle von KI bei adversarialen Angriffen oder der Generierung von Texten oder Stimmen mit der Absicht, die Öffentlichkeit zu täuschen.
Beispielsweise kann die Fähigkeit von Generativer KI, menschenähnlichen Text und persönliche Stile nachzuahmen, für Phishing-Angriffe missbraucht werden. Eine fortschrittliche KI könnte E-Mails oder Nachrichten erstellen, die auf bestimmte Personen zugeschnitten sind, was Betrügereien überzeugender macht als je zuvor.
Während Deepfakes normalerweise Video- oder Audioinhalte bezeichnen, kann Generative KI auch gefälschte textbasierte Inhalte erstellen. Unredliche Personen könnten Aussagen, Interviews oder Schriften fälschen und sie falsch realen Personen zuweisen, was möglicherweise zu Rufschädigung führen kann. Zum Beispiel, wie können Banken die Stimme eines Benutzers am Telefon überprüfen, wenn eine Stimme geklont und Wörter auf Abruf automatisch generiert werden können?
Ausgezeichnetes Start-up
Während die meisten Präsentationen von etablierten Unternehmen stammten, gab es ein Start-up, das auf jeden Fall auf dem Radar sein sollte.
Rain Neuromorphics arbeitet daran, künstliche Gehirne durch Training von End-to-End-Analog-Neural-Netzwerken mit Equilibrium-Propagierung zu entwickeln.
Rain hat einen ehrgeizigen Fahrplan, der letztendlich die Aktivierung von 100-Milliarden-Parameter-Modellen in einem Chip ermöglichen wird, der nicht größer ist als ein Daumennagel.
Rain ist ein Y-Combinator-Alumni-Unternehmen, zu dessen Investoren Sam Altman gehört. Im Februar 2022 kündigten sie eine erfolgreiche Series-A-Finanzierungsrunde an.
Zukunft der KI
Auffallend fehlten Diskussionen über Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) oder andere Möglichkeiten, KI auf das nächste Level zu heben. Es wird interessant sein zu sehen, ob dies zu einem Thema bei zukünftigen Ai4-Veranstaltungen wird, sobald die intensive Besessenheit von Generativer KI nachlässt.












