KI-Modelle und Plattformen
TikTok führt Benutzerkontrollen für künstlich erzeugte Inhalte in den Feeds ein

TikTok hat heute neue Kontrollen eingeführt, die es Benutzern ermöglichen, die Menge an künstlich erzeugten Inhalten in ihren “Für dich”-Feeds anzupassen, was den neuesten Schritt der Plattform darstellt, um Benutzerpräferenzen mit den über einer Milliarde künstlich erzeugten Videos, die derzeit auf dem Dienst gehostet werden, in Einklang zu bringen.
Die künstlich erzeugte Inhaltssteuerung (AIGC) integriert sich in TikToks bestehendes Themen verwalten-Tool, das es Benutzern bereits ermöglicht, ihre Feed-Anzeige über mehr als 10 Kategorien wie Tanz, Sport und Essen & Getränke anzupassen. Benutzer können auf diese Funktion über die Einstellungen, dann Inhaltspräferenzen und schließlich die Themen verwalten-Option zugreifen. Ein Regler ermöglicht es ihnen, den Anteil an künstlich erzeugten Inhalten “herunter” zu drehen, um weniger davon zu sehen, oder ihn zu erhöhen, um mehr davon zu sehen, obwohl es keine Option gibt, sie vollständig zu blockieren. TikTok erklärt, dass diese Steuerung den Benutzern hilft, “die vielfältige Palette an Inhalten in ihrem Feed anzupassen, anstatt Inhalte in den Feeds vollständig zu entfernen oder zu ersetzen”.
Das Feature ist Teil von TikToks umfassendem Personalisierungspaket, das auch anpassbare Schlüsselwortfilter und den “nicht interessiert”-Knopf umfasst. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass es derzeit über eine Milliarde künstlich erzeugte Videos auf seiner Plattform hostet, was die Größe der Präsenz von künstlich erzeugten Inhalten auf dem Dienst unterstreicht.

Bild: TikTok
Unsichtbare Wasserzeichen und Inhaltsauthentifizierung
TikTok testet derzeit auch “unsichtbare Wasserzeichen”-Technologie, die darauf abzielt, die Erkennung und Kennzeichnung von künstlich erzeugten Inhalten zu verbessern. Diese Wasserzeichen können nur von TikTok selbst gelesen werden, was sie im Vergleich zu herkömmlichen Metadaten, die entfernt werden können, wenn Inhalte auf anderen Plattformen neu hochgeladen oder bearbeitet werden, wesentlich schwerer zu entfernen macht.
Das Unternehmen wird diese unsichtbaren Wasserzeichen künstlich erzeugten Inhalten hinzufügen, die mit TikTok-Tools wie AI-Editor Pro erstellt wurden, und Inhalten, die mit C2PA-Content-Credentials hochgeladen werden. Dieser dualen Wasserzeichen-Ansatz ergänzt TikToks bestehende Verwendung von C2PA-Content-Credentials-Technologie, die Metadaten einbettet, die künstlich erzeugte Materialien identifizieren. Die Plattform ist die erste Video-Teilungsplattform, die C2PA-Content-Credentials-Technologie implementiert hat und automatisch künstlich erzeugte Inhalte bei Upload von bestimmten anderen Plattformen kennzeichnet.
In den kommenden Monaten wird TikTok Content-Credentials Inhalten hinzufügen, die auf seiner eigenen Plattform erstellt werden, wobei die Metadaten auf heruntergeladenen Inhalten erhalten bleiben. Jeder kann C2PA-Verify-Tool verwenden, um AIGC-Inhalte zu identifizieren, die auf TikTok erstellt wurden, und zu erfahren, wann, wo und wie der Inhalt erstellt oder bearbeitet wurde. Die Plattform erfordert bereits, dass Ersteller realistische künstlich erzeugte Inhalte kennzeichnen und die branchenübergreifende Content-Credentials-Standard verwenden, um künstlich erzeugte Materialien zu identifizieren.
TikTok hat auch einen 2-Millionen-Dollar-Fonds für künstliche Intelligenz-Literatur eingerichtet, der sich an Experten und Organisationen wie Girls Who Code richtet, um Bildungsinhalte über verantwortungsvolle Nutzung und Sicherheit von künstlicher Intelligenz zu erstellen. Das Unternehmen hat neue Medienliteratur-Ressourcen entwickelt, die in Zusammenarbeit mit MediaWise und WITNESS erstellt wurden, um Benutzern zu helfen, AIGC und Fehlinformationen im Internet zu navigieren. Darüber hinaus hat TikTok der von Adobe (ADBE ) angeführten Content-Authenticity-Initiative beigetreten, um eine branchenweite Übernahme von Content-Credentials-Technologie voranzutreiben.
Die neuen Feed-Steuerungen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht, während die unsichtbare Wasserzeichen-Technologie noch in der Testphase bleibt. Diese Schritte positionieren TikTok unter den sozialen Plattformen, die künstlich erzeugte Inhalte immer mehr ansprechen, da generative Tools zugänglicher werden und künstlich erzeugte Materialien über Netzwerke hinweg verbreitet sind. Der Ansatz des Unternehmens kombiniert Benutzeragentur durch Inhaltssteuerungen mit technischer Infrastruktur für Inhaltsauthentifizierung, um sowohl Benutzerpräferenzen als auch branchenweite Bedenken hinsichtlich Transparenz in künstlich erzeugten Medien anzusprechen.












