Ethik
Studie findet heraus, dass Arbeitsplatzroboter zu Jobunsicherheit führen können

Eine neue Studie, die von der American Psychological Association durchgeführt wurde, hat herausgefunden, dass die Arbeit neben Robotern zu Burnout und Jobunsicherheit sowie zu Unhöflichkeit am Arbeitsplatz beitragen kann. Gleichzeitig fand die Studie auch heraus, dass Selbstbestätigungstechniken Ängste vor der Ersetzung durch Maschinen lindern können.
Die Studie wurde im Journal of Applied Psychology veröffentlicht.
Ängste vor der Ersetzung
Das Team der Forscher fand heraus, dass Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten und Teilen Asiens am meisten unter Jobunsicherheit aufgrund von Robotern leiden, und dies gilt auch für Branchen, in denen Roboter noch nicht eingesetzt werden. Laut dem Leitforscher Kai Chi Yam, PhD, sind diese Ängste möglicherweise nicht gerechtfertigt.
Yam ist Associate Professor für Management an der National University of Singapore.
“Einige Ökonomen haben die Theorie aufgestellt, dass Roboter blaue Arbeitsplätze eher übernehmen werden als weiße Arbeitsplätze”, sagte Yam. “Allerdings sieht es nicht so aus, als ob Roboter viele Arbeitsplätze übernehmen, zumindest nicht in den Vereinigten Staaten, also sind viele dieser Ängste eher subjektiv.”
Die Experimente des Teams umfassten Daten von Teilnehmern in den USA, Singapur, Indien und Taiwan.
Die Forscher fanden heraus, dass die Arbeit mit industriellen Robotern mit höheren Berichten über Burnout und Unhöflichkeit am Arbeitsplatz in einem Experiment mit 118 Ingenieuren verbunden war, die bei einem Autohersteller in Indien beschäftigt waren.
Ein weiteres Online-Experiment mit 400 Teilnehmern ergab, dass Selbstbestätigungsübungen helfen, Ängste vor Arbeitsplatzrobotern zu verringern. Selbstbestätigungsübungen können als Übungen definiert werden, bei denen Menschen ermutigt werden, positiv über sich selbst und ihre menschlichen Eigenschaften nachzudenken. Zu diesen Eigenschaften gehörten Freunde und Familie, ein Sinn für Humor und sportliche Fähigkeiten.
“Die meisten Menschen überschätzen die Fähigkeiten von Robotern und unterschätzen ihre eigenen Fähigkeiten”, fuhr Yam fort.
Nichts Neues oder Ungewöhnliches
Die Angst vor einer Übernahme des Arbeitsplatzes durch Roboter ist nichts Neues oder Ungewöhnliches. Das Team analysierte Daten über die Verbreitung von Robotern in 185 metropolitanen Gebieten in den USA und die Gesamtnutzung von Job-Recruiting-Websites in denselben Gebieten. Sie fanden heraus, dass in den Gebieten mit den höchsten Roboterraten auch die höchsten Raten an Job-Recruiting-Website-Suchen vorlagen, obwohl die Arbeitslosenraten in diesen Gebieten nicht höher waren. Das Team vermutete auch, dass Arbeitnehmer in diesen Gebieten aufgrund der Roboter unter mehr Jobunsicherheit leiden, es könnten jedoch auch andere Faktoren wie die Suche nach neuen Karrieren oder Unzufriedenheit mit der aktuellen Arbeit eine Rolle spielen.
Ein weiteres Experiment umfasste 343 Eltern von Schülern an der National University of Singapore. Diese Eltern wurden zufällig in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe las einen Artikel über den Einsatz von Robotern in Unternehmen, eine andere Gruppe las einen allgemeinen Artikel über Roboter und die letzte Gruppe las einen nicht damit verwandten Artikel. Anschließend wurden sie über ihre Jobunsicherheitsbedenken befragt, und die erste Gruppe berichtete über signifikant höhere Unsicherheitslevel im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen.
Laut Yam könnte die Medienberichterstattung dazu beitragen, die Bedenken in der Allgemeinheit zu verschlimmern.
“Medienberichte über neue Technologien wie Roboter und Algorithmen tendieren dazu, apokalyptisch zu sein, so dass Menschen möglicherweise eine irrationale Angst vor ihnen entwickeln”, sagte er.












