KI-Modelle und Plattformen

Neue Erkenntnisse über das mangelnde Vertrauen in künstliche Intelligenz

mm
Unite.AI zu deinen bevorzugten Quellen auf Google hinzufügen

Aktuelle Forschungsergebnisse liefern neue Erkenntnisse darüber, was das Vertrauen von Individuen in künstliche Intelligenz (KI) bestimmt. Ein Team der Universität von Kansas, das von dem Beziehungspychologen Omri Gillath geleitet wurde, beschrieb, wie diese Beziehung von den realen Beziehungen oder Bindungsstilen der Individuen beeinflusst wird.

Das Team bestand aus einer Vielzahl von Experten aus verschiedenen Disziplinen, wie Psychologie, Ingenieurwesen, Wirtschaft und Medizin.

Die Studie wurde im Journal Computers in Human Behavior veröffentlicht.

Laut der Studie sind Menschen eher weniger vertrauensvoll gegenüber KI-Systemen, wenn sie ängstlich sind, was ihre realen Beziehungen zu Menschen betrifft. Die Studie beschreibt auch, wie es möglich ist, das Vertrauen in künstliche Intelligenz zu erhöhen, indem man Individuen an ihre stabilen menschlichen Beziehungen erinnert.

Es gibt immer noch ein hohes Maß an Misstrauen gegenüber neuen KI-Technologien, trotz des geschätzten globalen KI-Marktes, der 2019 39,9 Milliarden Dollar erreichen soll.

Vertrauen erhöhen

Das Forschungsteam identifizierte nicht nur das Problem des mangelnden Vertrauens in KI-Systeme, sondern entwickelte auch Strategien, um das Vertrauen zu erhöhen. Die Studien über menschliche Beziehungen ergaben einige interessante Ergebnisse.

Erstens ist es wahrscheinlich, dass Menschen mit Bindungsängsten weniger Vertrauen in künstliche Intelligenz haben. Zweitens verringert sich das Vertrauen in künstliche Intelligenz, wenn die Bindungsängste verstärkt werden. Drittens erhöht sich das Vertrauen in künstliche Intelligenz, wenn die Bindungssicherheit erhöht wird.

Gillath ist Professor für Psychologie an der KU.

“Die meisten Forschungen über Vertrauen in künstliche Intelligenz konzentrieren sich auf kognitive Wege, um Vertrauen zu fördern. Hier haben wir einen anderen Ansatz gewählt, indem wir einen ‘relationalen affektiven’ Weg zum Vertrauen verfolgen, KI als Partner oder Teammitglied und nicht als Gerät betrachten”, sagte Gillath.

“Die Entdeckung von Zusammenhängen zwischen dem Bindungsstil – einer individuellen Differenz, die darstellt, wie Menschen in engen Beziehungen fühlen, denken und handeln – und ihrem Vertrauen in KI ebnet den Weg für neue Verständnisse und möglicherweise neue Interventionen, um Vertrauen zu fördern.”

Mit ihrer Forschung bringt das Team eine neue Perspektive auf künstliche Intelligenz und das Vertrauen darin ein, insbesondere darauf, was dieses Vertrauen beeinflusst. Dies könnte dazu beitragen, die Einführung von KI in der Arbeitswelt und in neuen Umgebungen zu erleichtern.

“Die Ergebnisse zeigen, dass man das Vertrauen von Menschen in Nicht-Menschen auf der Grundlage ihrer frühen Beziehungen zu Menschen vorhersagen und erhöhen kann”, sagte Gillath. “Dies hat das Potenzial, die Akzeptanz neuer Technologien und die Integration von KI in der Arbeitswelt zu verbessern.”

Misstrauen gegenüber KI

Das Misstrauen gegenüber KI in der Bevölkerung ist nichts Neues. In den letzten Jahren gab es viel Skepsis gegenüber der Technologie und ihrer Implementierung. Dies ist nicht unbegründet, da verschiedene Probleme im Laufe der Jahre entstanden sind, die dieses Misstrauen verursacht haben.

Vor kurzem kritisierten internationale Wissenschaftler aus einigen der weltweit führenden Institutionen die mangelnde Transparenz in der KI-Forschung. Im Juni 2019 sah die Vereinigten Staaten den ersten Fall einer unrechtmäßigen Verhaftung aufgrund eines schlechten Algorithmus. Es gibt viele weitere Beispiele, wie Bias in der Computer-Vision und die Verwendung von KI durch Regierungen für Kampf und Überwachung.

Obwohl all diese Beispiele weit entfernt von der persönlichen Erfahrung eines Individuums mit KI zu sein scheinen, spielen sie zweifellos eine Rolle bei der Bildung der allgemeinen Wahrnehmung der Technologie. Neue Forschungsergebnisse wie die, die aus der Universität von Kansas kommen, liefern wertvolle Erkenntnisse, um einige dieser Probleme anzugehen.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.