Robotik
Roboterameisen und Schwarmintelligenz

Forscher im Labor von Professor Jamie Paik an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne haben ameisenähnliche Roboter entwickelt die der KI einen völlig neuen Aspekt verleihen. Diese 10 Gramm schweren Roboterameisen verfügen als Individuen nicht über viel körperliche Intelligenz, aber wenn man eine Gruppe zusammenstellt, sind sie in der Lage, zu kommunizieren und als kollektive Einheit zu agieren. Sie verfügen über unterschiedliche Fortbewegungsmodi und jeder von ihnen ist in der Lage, auf jeder Art von Oberfläche zu navigieren. Als kollektive Gruppe sind sie in der Lage, Gegenstände zu bewegen, die im Vergleich zu ihrem Körper viel wiegen; Es ähnelt einer Gruppe Ameisen, die einen Stock tragen. Als Individuen agieren sie völlig autonom und sind unverbunden. Jeder Ameisenroboter besteht aus Infrarot- und Näherungssensoren, mit denen er Objekte erkennt und miteinander kommuniziert. Es besteht die Möglichkeit, mehr und andere Sensortypen als bisher hinzuzufügen.
Diese kleinen, dreibeinigen Ameisenroboter haben die Form eines T und den Namen Tribots. Aufgrund ihrer geringen Größe und einfachen Bauweise eignen sie sich für die Massenproduktion. Sie bestehen aus dünnen, aus mehreren Materialien bestehenden Blättern, die zu einem Stapel gefaltet werden. Basierend auf den echten Odontomachus-Ameisen, die über einen Fangkiefer verfügen, mit dem sie zwischen Blättern springen, hat jede dieser KI-Ameisen fünf verschiedene Eigenschaften. Die verschiedenen Bewegungen sind vertikales und horizontales Springen, Salto, Gehen auf strukturiertem Gelände und Bewegen auf ebenen Flächen.
Diese Roboterameisen haben, wann immer sie einer kollektiven Gruppe angehören, unterschiedliche individuelle Rollen, zu denen der Entdecker, der Anführer und der Arbeiter gehören. Die Entdecker suchen nach physischen Hindernissen vor ihnen, die Anführer diktieren die Aktionen der Gruppe und die Arbeiter bewegen Objekte. Die Ameisen sind nicht an eine Rolle gebunden oder darauf beschränkt; Sie können sich jederzeit und in einem Augenblick ändern.
Diese Art von Technologie kann in realen Szenarien wie Notfallsucheinsätzen sowie im Gesundheitssektor eingesetzt werden. Theoretisch könnten sie in den Blutkreislauf gelangen und bestimmte Probleme erkennen; Sie könnten das Medikament auch genau in diese Problembereiche transportieren. Aufgrund der relativ einfachen Massenproduktion können sie in großen Stückzahlen verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie Ziele erkennen könnten, ohne dass sie GPS verwenden müssten. Der Forscher Jamie Paik sprach über die Möglichkeiten dieser Technologie.
„Dank ihrer einzigartigen kollektiven Intelligenz können unsere winzigen Roboter eine bessere Anpassungsfähigkeit an unbekannte Umgebungen zeigen; Daher würden sie bei bestimmten Missionen größere, leistungsstärkere Roboter übertreffen.“
Diese Roboterameisen sind Teil einer neuen Entwicklung in der KI-Welt namens Swarm Intelligence; Denken Sie an Ameisen, Bienen, Wespen und alle anderen Organismen, die sowohl autonom als auch als kollektive Gruppe arbeiten können. Sie werden auch in der Lage sein, gleichzeitig mit Menschen in unserer Umwelt zu agieren.
Sie bestehen aus Sensoren, Software und Konnektivitätskomponenten, die es ihnen ermöglichen, sich physisch zu bewegen, enthalten Algorithmen, die dabei helfen, intelligente Entscheidungen zu treffen, und kommunizieren miteinander. Dies stellt eine enorme Entwicklung in der KI dar, da sie in der Lage sein wird, Informationen zu sammeln, während sie mit der Umgebung und untereinander interagieren. Dadurch werden sie weiterentwickelt und für Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen nützlicher.
Diese Roboterschwärme haben ein gemeinsames Ziel, auf das sie autonom hinarbeiten. Sie sind größtenteils selbsttragend in dem Sinne, dass sie sich selbst bereitstellen, reparieren und optimieren können. Als Schwarm können sie die Arbeit untereinander verteilen, was zu mehr Effizienz und weniger Kommunikationsstörungen führt.
Wie bei jeder KI müssen auch diese Roboterameisen einigen Einschränkungen unterliegen. Es muss ein System von Überschreibungen und menschlichen Eingriffen für den Fall geben, dass die richtigen Anweisungen nicht befolgt werden. Sie werden auch anfällig für Bedrohungen der Privatsphäre sein, und angesichts der ständig zunehmenden Vernetzung von Maschinen und KI ist dies ein ernstes Problem. Es müssen bestimmte Vorschriften und Datenschutzkontrollen festgelegt werden.
Diese neue Technologie ist nur ein weiterer Aspekt der endlosen Entwicklung, die im KI-Bereich stattfindet. Diese werden einen enormen Einfluss auf unsere KI und ihre Einsatzmöglichkeiten haben.












