Förderung
Protege sammelt in einer von Andreessen Horowitz angeführten Serie-A-Finanzierungsrunde 30 Millionen US-Dollar ein, um den Zugang zu realen Daten für KI zu erweitern.

Schützling, eine KI-Datenplattform, die sich auf die Erschließung vertrauenswürdiger, realer Datensätze für die KI-Entwicklung konzentriert, hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde über 30 Millionen US-Dollar unter der Führung von Andreessen HorowitzDie neue Finanzierung erweitert die 25 Millionen Dollar schwere Serie-A-Finanzierungsrunde des Unternehmens. angekündigt im August 2025 und erhöht die Gesamtfinanzierung seit der Gründung im Jahr 2024 auf 65 Millionen US-Dollar.
Zu den zurückkehrenden Investoren gehören Beinarbeit, CRV, Bloomberg Beta, Flex-Kapital und Shaper CapitalDies spiegelt das wachsende Vertrauen der Investoren in Proteges Ansatz zur Bewältigung einer der hartnäckigsten Herausforderungen im Bereich der künstlichen Intelligenz wider: den Zugang zu qualitativ hochwertigen, nicht-öffentlichen Daten.
Bewältigung der wachsenden Datenbeschränkungen der KI
Mit dem Fortschritt von KI-Modellen liegt der limitierende Faktor zunehmend nicht mehr in der Rechenleistung oder den Algorithmen, sondern in den Daten. Öffentliche Datensätze sind fast vollständig gefüllt, während viele der wertvollsten Informationsquellen – wie etwa Gesundheitsdaten, Medienarchive, Audiodaten und Bewegungsaufnahmen – weiterhin fragmentiert, proprietär oder nur schwer verantwortungsvoll zugänglich sind.
Protege agiert an der Schnittstelle zwischen Dateninhabern und KI-Entwicklern und ermöglicht den lizenzierten Zugriff auf reale Datensätze. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass diese strukturiert, kuratiert und für moderne KI-Workflows optimiert sind. Die Nachfrage nach solchen Daten steigt branchenübergreifend rasant an, insbesondere da KI-Systeme von der Experimentierphase in den Produktiveinsatz übergehen.
Ein lizenzierungsorientiertes Modell für reale Daten
Anstatt auf Web-Scraping oder unstrukturierte Datenaggregation zurückzugreifen, arbeitet Protege direkt mit vertrauenswürdigen Datenanbietern über Lizenzvereinbarungen zusammen. Diese Partner stellen private und proprietäre Datensätze zur Verfügung, die anonymisierte Gesundheitsdaten, medizinische Bilddaten, Audioaufnahmen und Medieninhalte enthalten können.
Protege nutzt technisches Fachwissen, um diese Daten zu bereinigen, aufzubereiten und so zu verpacken, dass sie effektiv für Schulungen und Evaluierungen eingesetzt werden können. Datenanbieter beteiligen sich über nutzungsabhängige Umsatzbeteiligungsmodelle. Dadurch entsteht ein wiederholbares Modell, das Anreize für einen verantwortungsvollen Datenzugriff und dessen Wiederverwendung schafft.
Das Unternehmen arbeitet weltweit mit KI-Organisationen und -Institutionen zusammen, darunter viele der größten Technologieunternehmen der Welt, und unterstützt die Entwicklung von KI-Systemen der nächsten Generation in verschiedenen Bereichen.
Erfahrene Führung und strategische Unterstützung
Protege wird von CEO und Mitgründer Bobby Samuels geleitet, während Travis May – zuvor CEO von Datavant und LiveRamp – als Vorsitzender und Mitgründer fungiert. Das Führungsteam verfügt über umfassende Erfahrung in datenintensiven Branchen, in denen Datenschutz, Compliance und Skalierbarkeit von entscheidender Bedeutung sind. ein kürzlich geführtes Interview mit Unite.AISamuels erörterte, wie seine Erfahrung in den Bereichen Datengovernance und Datenschutz seine Vision für eine Plattform prägte, die Dateninhaber und KI-Entwickler auf transparente und ethische Weise miteinander verbindet, und unterstrich die wachsende Bedeutung des geregelten Datenzugriffs im breiteren KI-Ökosystem. -
Aus Investorensicht betrachtet Andreessen Horowitz den Zugang zu proprietären, realen Daten als entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der nächsten Phase der KI. Da Modellarchitekturen zunehmend standardisiert werden, erweisen sich differenzierte Daten – mit klarer Herkunft und ethischer Lizenzierung – als wichtiger Faktor für Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Wie Protege das neue Kapital einsetzen will
Die Erweiterung der Serie-A-Finanzierungsrunde dient der Ausweitung der Produktentwicklung, dem Ausbau des Datenpartnernetzwerks von Protege in neue Bereiche und Formate sowie der engeren Zusammenarbeit mit Institutionen, die über wertvolle reale Daten verfügen. Das Unternehmen plant außerdem, seine Infrastruktur und sein Team zu vergrößern, um der steigenden Nachfrage von KI-Forschungs- und Entwicklungsgruppen gerecht zu werden.
Dieser Fokus spiegelt einen breiteren Branchenwandel wider, bei dem der Fortschritt im Bereich der KI zunehmend mit Datenqualität, Herkunft und Relevanz verknüpft ist und nicht mehr allein mit der Modellgröße.
Implikationen für die Zukunft der KI
Schützling Die aktuelle Entwicklung deutet auf einen Strukturwandel in der Konstruktion von KI-Systemen hin. Da leicht zugängliche Datenquellen erschöpft sind, dürften zukünftige Durchbrüche eher durch die verantwortungsvolle Erschließung privater, realer Daten erzielt werden, die im Alltag generiert werden.
Plattformen wie Protege deuten auf eine Zukunft hin, in der der Datenzugriff geregelt, vergütet und transparent ist. Für KI-Entwickler könnte dies zuverlässigere und domänenspezifischere Modelle bedeuten. Für Dateninhaber eröffnet es einen nachhaltigen Weg zur Teilhabe an der KI-Entwicklung, ohne die Kontrolle abzugeben.
Langfristig könnte dieser Ansatz die Denkweise der Branche – und der Regulierungsbehörden – hinsichtlich Dateneigentum, -wiederverwendung und Wertschöpfung beeinflussen. Anstatt Daten als etwas zu behandeln, das extrahiert werden kann, könnte die KI-Entwicklung zunehmend auf vertrauensbasierten Netzwerken beruhen, die Innovation und Verantwortung in Einklang bringen.












