Partnerschaften
Persistent Systems und NVIDIA bündeln Kräfte, um die künstlichen Intelligenz-getriebene Arzneimittelentdeckung zu beschleunigen
Persistent Systems hat eine neue Zusammenarbeit mit NVIDIA bekannt gegeben, die darauf abzielt, die Art und Weise, wie Arzneimittel entdeckt, getestet und auf den Markt gebracht werden, voranzutreiben. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Kombination von Persistent’s Ingenieurkompetenz mit NVIDIA’s künstlicher Intelligenz-Infrastruktur, um die computergestützte Arzneimittelentdeckung über das Experimentierstadium hinaus in die Produktionsumgebung zu bringen.
Im Kern zielt die Initiative auf eine langjährige Flaschenhalssituation im Gesundheitswesen ab: die Frühphase der Arzneimittelentdeckung. Diese Phase ist traditionell langsam, teuer und stark von Laborarbeiten abhängig. Durch die Verlagerung eines größeren Teils dieses Prozesses in hochwertige Simulationen, die von künstlicher Intelligenz angetrieben werden, zielen beide Unternehmen darauf ab, die Zeiträume zu verkürzen und die Erfolgsaussichten im weiteren Verlauf zu verbessern.
Von Nasslabors zu simulationsgeführter Entdeckung
Eine zentrale Komponente der Zusammenarbeit ist Persistent’s neu entwickelte Generative Moleküle und virtuelle Screening (GenMolIVS)-Lösung. Basierend auf NVIDIA’s BioNeMo-Plattform verwendet das System generative künstliche Intelligenz-Modelle, die auf chemischen und biologischen Daten trainiert wurden, um potenzielle Arzneimittelkandidaten digital zu entwerfen und zu bewerten.
Anstatt Verbindungen von Anfang an zu synthetisieren und im Labor zu testen, können Forscher das molekulare Verhalten wie Bindungsaffinität, Stabilität und chemische Wechselwirkungen simulieren, bevor sie Ressourcen für physikalische Experimente bereitstellen. Dieser Ansatz ermöglicht es Teams, einen viel größeren Entwurfsraum zu erkunden und Kandidaten mit geringer Erfolgsaussicht früh im Prozess auszufiltern.
Das Ergebnis ist ein Wechsel von trial-and-error-Experimenten zu simulationsgeführten Entscheidungen, bei denen künstliche Intelligenz als erste Validierungsebene dient.
Agentic künstliche Intelligenz tritt in die Arzneimittelentdeckungs-Workflow ein
Einer der bemerkenswerteren Aspekte der Partnerschaft ist die Einführung von agentic künstlicher Intelligenz-Systemen in die Entdeckungspipeline. Mit NVIDIA’s NeMo-Framework und Agent-Toolkit entwickelt Persistent künstliche Intelligenz-Agenten, die verschiedene Forschungsstadien verwalten und koordinieren können.
Diese Systeme analysieren kontinuierlich Simulationsergebnisse, priorisieren vielversprechende molekulare Kandidaten und empfehlen nächste Schritte für experimentelle Validierung. Anstatt als isolierte Werkzeuge zu fungieren, operieren sie als vernetzte Entscheidungsebenen, die es ermöglichen, dass Erkenntnisse aus einem Stadium das nächste informieren. Dies schafft eine dynamischere und responsivere Forschungs-Workflow, insbesondere in Umgebungen, in denen multiple Variablen gleichzeitig ausgewertet werden müssen.
NVIDIA’s: Infrastruktur und domänen-spezifische künstliche Intelligenz
NVIDIA’s Beitrag geht über reine Rechenleistung hinaus. Das Unternehmen bietet eine vollständige künstliche Intelligenz-Plattform für Life-Sciences-Anwendungen, einschließlich BioNeMo für domänen-spezifisches Modelltraining, Nemotron-Modelle für fortschrittliches Reasoning und NIM-Microservices für skalierbare Bereitstellung.
Diese Infrastruktur ermöglicht Echtzeit-Simulation und Inferenz im großen Maßstab, während sie das erforderliche Maß an Zuverlässigkeit in regulierten Gesundheitsumgebungen aufrechterhält. Sie ermöglicht es auch, künstliche Intelligenz-Ausgaben direkt in Unternehmenssysteme einzubetten, sodass sie handlungsfähig und nicht nur experimentell sind.
Überbrückung der Lücke zwischen künstlicher Intelligenz-Experimenten und Produktion
Ein wiederkehrendes Problem bei der Einführung von künstlicher Intelligenz in Unternehmen ist die Lücke zwischen Pilotprojekten und realer Einsatz. Viele Organisationen experimentieren erfolgreich mit künstlichen Intelligenz-Modellen, aber haben Schwierigkeiten, sie in kritische Workflows zu integrieren.
Bei dieser Zusammenarbeit liegt der Fokus klar auf der Schließung dieser Lücke, indem Systeme entwickelt werden, die von Anfang an produktionsreif sind. Das Ziel ist es, künstliche Intelligenz direkt in Forschungspipelines einzubetten, um sicherzustellen, dass Simulationen und Erkenntnisse sofort die realen Laborarbeiten beeinflussen können.
Was dies für die Zukunft der Arzneimittelentwicklung bedeutet
Die umfassendere Implikation dieser Partnerschaft ist ein Wechsel zu hybriden Entdeckungsmodellen, bei denen digitale Simulation und physikalische Experimentierung zusammenarbeiten, anstatt in getrennten Stadien. Die Frühphase der Forschung könnte erheblich schneller werden, da Simulationen einen großen Teil der anfänglichen Laborarbeit ersetzen, sodass Teams Ideen viel schneller testen und verfeinern können.
Die Reduzierung der Anzahl fehlgeschlagener Experimente hat das Potenzial, die Kosten zu senken und die Effizienz der gesamten Entwicklungs-Pipeline zu verbessern. Gleichzeitig öffnet die Fähigkeit, molekulare Designs schnell zu iterieren, die Tür zu gezielteren und personalisierten Therapien.
Grundlegender noch spiegelt dies eine tiefere Transformation wider, wie wissenschaftliche Forschung durchgeführt wird. Künstliche Intelligenz ist nicht mehr nur ein unterstützendes Werkzeug, sondern beginnt, die Struktur der Entdeckung selbst zu formen. Wenn die Genauigkeit der Simulationen verbessert wird und agentic-Systeme leistungsfähiger werden, verschwimmt die Grenze zwischen computergestützter Modellierung und realer Experimentierung weiter, und weist auf eine Zukunft hin, in der ein großer Teil des frühen wissenschaftlichen Prozesses in silico stattfindet, bevor er das Labor erreicht.










