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Künstliche Intelligenz

OpenClaw vs Claude Code: Remote Control Agents

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Zwei Tools, die kürzlich veröffentlicht wurden, definieren zusammen, wie die nächste Phase des Wettbewerbs von KI-Agents aussehen wird. Am 25. Februar veröffentlichte Anthropic Remote Control für Claude Code — eine Funktion, die es Entwicklern ermöglicht, Codingsitzungen von jedem Telefon oder Tablet aus fortzusetzen, während alle Ausführungen lokal bleiben. Währenddessen ist OpenClaw, der Open-Source-Personal-KI-Agent, der zu einem der am schnellsten wachsenden GitHub-Repositorys in der Geschichte wurde, in neue Hände übergegangen: Der Ersteller Peter Steinberger hatte Mitte Februar OpenAI beigetreten, um persönliche KI-Agents dort zu leiten.

Keines von beiden ist ein unbedeutendes Produkt-Update. Zusammen markieren sie eine konkrete Verschiebung in der Art und Weise, wie die Branche über KI-Agents denkt — weg von Sitzungen, die am Desktop beginnen und enden, hin zu Agents, die kontinuierlich operieren, Ihnen über Geräte hinweg folgen und in Ihrem Namen handeln, egal ob Sie zusehen oder nicht.

Was jedes Produkt eigentlich tut

Die Unterschiede zwischen OpenClaw und Claude Code Remote Control beginnen mit dem, wofür sie konzipiert sind.

Claude Code ist Anthropics agenterzeugendes Codierungstool, das im Februar 2026 einen jährlichen Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar erreicht hat — mehr als doppelt so viel wie seit Beginn des Jahres — und jetzt geschätzt 4 Prozent aller öffentlichen GitHub-Commits ausmacht. Bis zu dieser Woche lief das Tool als Terminal-Prozess auf Ihrem lokalen Rechner oder in Anthropics Cloud. Remote Control ändert die Eingabeschicht: Entwickler führen claude remote-control (oder /rc) in einer Sitzung aus, was einen QR-Code oder eine Sitzungs-URL erzeugt, die sie auf jedem iOS- oder Android-Gerät oder in jedem Browser öffnen können. Die Sitzung wird weiterhin lokal auf dem ursprünglichen Gerät ausgeführt; das Telefon wird zu einem Remote-Fenster hinein.

Das Sicherheitsdesign ist absichtlich. Es werden keine eingehenden Ports auf dem Benutzergerät geöffnet. Anthropic betont, dass alle Ausführungen lokal auf dem Benutzergerät bleiben, wobei der Datenverkehr über TLS durch seine API mit kurzlebigen Anmeldeinformationen gesichert wird. Es ist für einen bestimmten Anwendungsfall konzipiert: ein Entwickler, der mitten in einer komplexen lokalen Umgebung ist — mit MCP-Servern, benutzerdefinierten Tools, lokalen Dateien —, der weg von seinem Schreibtisch gehen muss, ohne den Faden zu verlieren. Bei der Veröffentlichung ist es auf Claude-Max-Abonnenten ($100–200/Monat) beschränkt, mit Claude-Pro ($20/Monat)-Zugang, der als Nächstes kommt.

OpenClaw ist ein anderes Tier. Es ist ein kostenloser, Open-Source-Autonomer KI-Agent, der hauptsächlich über Messaging-Apps — WhatsApp, Telegram, Discord, Signal, iMessage — operiert. Anstelle eines Terminals oder einer IDE ist Ihre Schnittstelle ein Chat-Fenster, das Sie bereits auf Ihrem Telefon haben. OpenClaw läuft lokal auf Ihrem Rechner, verbindet sich mit jedem KI-Modell, für das Sie API-Schlüssel bereitstellen (Claude, GPT, DeepSeek oder lokale Alternativen), und führt Aufgaben über Ihr System aus: Dateien und Shell-Befehle verwalten, Browser automatisieren, Flüge überprüfen, Kalender verwalten, intelligente Geräte steuern, geplante Hintergrundaufgaben ausführen und Code schreiben und überprüfen. Es bietet derzeit mehr als 100 vordefinierte Fähigkeiten — mit über 700 verfügbaren Fähigkeiten über ClawHub — und 50+ Service-Integrationen.

Der Reiz liegt im Umfang. Claude Code ist ein Power-Tool für ein bestimmtes Gebiet. OpenClaw versucht, die KI-Schicht über alles zu sein, was Sie tun.

Die gemeinsame These: KI, die Ihnen folgt

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.