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Ein Schritt näher an KI mit einem menschenähnlichen Verstand

Künstliche Intelligenz

Ein Schritt näher an KI mit einem menschenähnlichen Verstand

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Ein Team von Forschern an der Graduate School of Informatics, Nagoya University, hat uns einen Schritt näher an die Entwicklung eines neuronalen Netzwerks mit Metagedächtnis durch ein computerbasiertes Evolutionsexperiment gebracht. Diese Art von neuronalem Netzwerk könnte Experten helfen, die Evolution des Metagedächtnisses zu verstehen, was dazu beitragen könnte, künstliche Intelligenz (KI) mit einem menschenähnlichen Verstand zu entwickeln. 

Die Forschung wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Was ist Metagedächtnis?

Metagedächtnis ist der Prozess, bei dem wir uns selbst fragen, ob wir uns an etwas erinnern, und dass diese Erinnerung verwendet wird, um über gegenwärtige Handlungen zu entscheiden. Dies ist tatsächlich ein sehr komplexer Prozess. Was das Metagedächtnis wichtig macht, ist, dass es darum geht, dass eine Person Kenntnisse über ihre eigenen Gedächtnisfähigkeiten hat, die verwendet werden, um ihr Verhalten anzupassen. 

Professor Takaya Arita ist der Hauptautor der Forschung. 

“Um die evolutionäre Grundlage des menschlichen Verstandes und des Bewusstseins aufzuklären, ist es wichtig, das Metagedächtnis zu verstehen”, sagt Professor Arita. “Eine wirklich menschenähnliche künstliche Intelligenz, die wie ein Familienmitglied in einem Menschenhaus interagiert und genossen werden kann, ist eine künstliche Intelligenz, die ein bestimmtes Maß an Metagedächtnis hat, da sie die Fähigkeit hat, sich an Dinge zu erinnern, die sie einmal gehört oder gelernt hat.”

Forscher verwenden normalerweise eine ‘delayed matching-to-sample-Aufgabe’, wenn sie Metagedächtnis studieren. Bei Menschen beinhaltet diese Aufgabe, dass der Teilnehmer ein Objekt sieht, sich daran erinnert und dann an einem Test teilnimmt, um das Objekt, das er zuvor gesehen hat, aus mehreren ähnlichen Objekten auszuwählen. Es funktioniert auf einem Belohnungssystem, bei dem richtige Antworten belohnt und falsche Antworten bestraft werden. Der Testteilnehmer kann jedoch entscheiden, den Test nicht zu machen und stattdessen eine kleinere Belohnung zu erhalten. 

Wenn Menschen diese Aufgabe ausführen, verwenden sie natürlich ihr Metagedächtnis, um zu überlegen, ob sie sich an das Objekt erinnern. Wenn dies der Fall ist, würden sie den Test machen und eine größere Belohnung erhalten. Aber wenn sie unsicher sind, würden sie das Risiko einer Bestrafung vermeiden und stattdessen die kleinere Belohnung erhalten. 

Erreichung von Metagedächtnis in einem neuronalen Netzwerkmodell

Das Team von Forschern, das Professor Takaya Arita, Yusuke Yamato und Reiji Suzuki von der Graduate School of Informatics umfasste, entwickelte ein künstliches neuronales Netzwerkmodell, das die delayed matching-to-sample-Aufgabe ausführte und sein Verhalten analysierte. 

Das Modell zeigte die Fähigkeit, sich so zu entwickeln, dass es ähnlich wie Affen in vorherigen Studien performte. Vorherige Forschungen haben gezeigt, dass Affen diese Aufgabe auch ausführen können. 

Das neuronale Netzwerk konnte seine Erinnerungen überprüfen, speichern und Ausgaben trennen, ohne dass Hilfe oder menschliche Intervention erforderlich war. Dies legt nahe, dass es Metagedächtnis-Mechanismen haben könnte. 

“Die Notwendigkeit von Metagedächtnis hängt von der Umgebung des Benutzers ab. Es ist daher wichtig, dass künstliche Intelligenz ein Metagedächtnis hat, das sich an ihre Umgebung anpasst, indem es lernt und sich entwickelt”, sagt Professor Arita. “Der Schlüsselpunkt ist, dass die künstliche Intelligenz lernt und sich entwickelt, um ein Metagedächtnis zu schaffen, das sich an ihre Umgebung anpasst.”

Die neue Entwicklung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Maschinen mit menschenähnlichen Erinnerungen. 

“Dieser Erfolg wird voraussichtlich Hinweise auf die Realisierung von künstlicher Intelligenz mit einem ‘menschlichen Verstand’ und sogar Bewusstsein liefern”, sagt das Team.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.