Gesundheitswesen

Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um gegen Mücken zu kämpfen

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Mücken verursachen weltweit ernsthafte Probleme, indem sie Krankheiten wie Malaria, Dengue und Zika verbreiten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind sie für mehr als 1 Million Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Jetzt wird künstliche Intelligenz (KI) als Mittel eingesetzt, um zurückzuschlagen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Auswirkungen von Mücken aufgrund der Folgen des Klimawandels immer schlimmer werden.

Im Sommer 2018 sah sich Europa einer wachsenden Bedrohung durch die West-Nil-Virus-Infektion ausgesetzt. Die erhöhte Bedrohung war auf die steigenden Temperaturen und das nasse Wetter zurückzuführen, Bedingungen, die von dem Insekt bevorzugt werden.

Das Institut für Agrar- und Lebensmitteltechnologie (IRTA) in Katalonien, Spanien, setzt nun künstliche Intelligenz (KI), Sensoren und Satellitenkommunikation ein, um den Prozess der Mückenfalle zu automatisieren. Die Technologie klassifiziert sie auch nach Art, Geschlecht, Alter und Infektionsfähigkeit.

IRTA gehört der Regierung von Katalonien und hat das von der EU finanzierte VECTRACK-Projekt entwickelt. Es werden Fernerkundung und räumliche Modellierungstechniken eingesetzt, um spezielle Karten zur Risikouberwachung und -bewertung zu erstellen.

Das Projekt wird auf den Satellitendienst Earth Observation Satellite Sentinel setzen. Es wird auch Bodenstationen mit optoelektronischen Sensoren einsetzen, um Mücken remote zu zählen und zu klassifizieren. Es soll das erste transnationale und automatisierte Vektorkontrollsystem sein.

VECTRACK wurde von Irideon, einem spanisch-deutschen Unternehmen mit Sitz in Spanien, entwickelt. Das Unternehmen verkauft sensorbasierte Produkte an verschiedene Branchen.

Die Falle wurde von Ländern seit langem eingesetzt, um Mücken zu kontrollieren, und manuelle Falleninspektionen werden von Forschern oder Technikern durchgeführt. Diese Inspektionen erfordern viel Zeit und Ressourcen, insbesondere wenn es darum geht, Mücken genau zu klassifizieren.

Die Testphasen mit den speziellen Fallen werden von der Barcelona Public Health Agency (ASPB) durchgeführt. Sie sind für die Kontrolle und Überwachung von Mücken in der Stadt verantwortlich.

Was die Fallen von denen unterscheidet, die bereits im Einsatz sind, ist die Hinzufügung von optoelektronischen Sensoren. Dies ermöglicht eine remote und automatisierte Zählung und Klassifizierung von Mücken.

Laut dem Forscher Dr. Carles Aranda werden Mücken von den Fallen angezogen. Die Fallen “emittieren Kohlendioxid als Einladung und saugen die Proben dann ein, damit sie nicht entkommen.”

Die Sensoren sammeln Daten für verschiedene Parameter, einschließlich Temperatur und Feuchtigkeit, die mit dem GPS-Standort der Falle verbunden sind. Dann wird ein digitales Fingerabdruck der Mücken erstellt, der morphologische, physiologische und Flugkinetische Daten des Insekts enthält.

Die VECTRACK-Sensoren können auf der ganzen Welt installiert werden. Sie sind mit vielen verschiedenen Kommunikationsprotokollen kompatibel, wie 2G, 3G, 4G, Wi-Fi, LPWAN-Technologien NB-IoT und LoRA sowie Satelliten-IoT.

Nachdem die Sensoren die Daten gesammelt haben, werden sie in die Cloud gesendet, um von Algorithmen analysiert zu werden. Dann werden sie in geografischen Informationssystemen verarbeitet, die von Avia-GIS Software, einem belgischen Unternehmen, bereitgestellt werden. Die Europäische Weltraumagentur (ESA) liefert Satellitendaten, die in die Analyse einbezogen werden.

Die Echtzeit-Risikokarten, die von den Forschern durch diesen Prozess entwickelt werden, können regionalen, nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden wie dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten zur Verfügung gestellt werden.

Die neue Technologie kann sehr hilfreich sein, um Krankheiten zu verhindern und Epidemien zu kontrollieren.

Das Protokoll zur Überwachung und Kontrolle von mückenübertragenen Krankheiten begann 2014. 507 Fälle von Dengue wurden in Katalonien festgestellt, was die Bedeutung dieser Technologie unterstreicht.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.