KI-Modelle und Plattformen

KI geht tiefer in die menschliche Emotion ein

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Forscher an der University of Colorado und der Duke University haben ein neuronales Netzwerk entwickelt, um Bilder in 11 verschiedene menschliche Emotionskategorien zu entschlüsseln. Das Forschungsteam an den Universitäten umfasste Phillip A. Kragel, Marianne C. Reddan, Kevin S. LaBar und Tor D. Wagner. 

Phillip Kragel erklärt neuronale Netze als Computermodelle, die in der Lage sind, Eingabesignale zu einem Ausgabewert von Interesse zu ordnen, indem sie eine Reihe von Filtern lernen. Wenn ein Netzwerk trainiert wird, um ein bestimmtes Bild oder eine bestimmte Sache zu erkennen, lernt es die verschiedenen Merkmale, die einzigartig für es sind, wie Form, Farbe und Größe.

Das neue konvolutionale neuronale Netzwerk wurde EmoNet genannt und wurde auf visuelle Bilder trainiert. Das Forschungsteam verwendete eine Datenbank, die 2.185 Videos und 27 verschiedene Emotionskategorien enthielt. Aus der Sammlung von Videos extrahierten sie 137.482 Frames, die in Trainings- und Testproben aufgeteilt wurden. Es handelte sich nicht nur um grundlegende Emotionen, sondern auch um viele komplexe. Die verschiedenen Emotionskategorien umfassten Angst, Ehrfurcht, Langeweile, Verwirrung, Verlangen, Ekel, empathischen Schmerz, Begeisterung, Aufregung, Furcht, Horror, Interesse, Freude, Romantik, Traurigkeit, sexuelles Verlangen und Überraschung. 

Das Modell konnte einige Emotionen wie Verlangen und sexuelles Verlangen mit hohem Vertrauensintervall erkennen, aber es hatte Schwierigkeiten mit anderen Emotionen wie Verwirrung und Überraschung. Um die verschiedenen Bilder und Emotionen zu kategorisieren, verwendete das neuronale Netzwerk Dinge wie Farbe, räumliche Leistungsspektren und die Anwesenheit von Objekten und Gesichtern in den Bildern. 

Um die Forschung und das neuronale Netzwerk zu erweitern, studierte das Team 18 verschiedene Menschen und ihre Hirnaktivität nach dem Zeigen von 112 verschiedenen Bildern. Nachdem sie den realen Menschen die Bilder gezeigt hatten, zeigten die Forscher dieselben Bilder dem EmoNet-Netzwerk, um die Ergebnisse zwischen den beiden zu vergleichen. 

Wir verwenden bereits bestimmte Apps und Programme jeden Tag, die unsere Gesichter und Ausdrücke für Dinge wie Gesichtserkennung, Foto-Manipulation durch KI und zum Entsperren unserer Smartphones lesen. Diese neue Entwicklung geht viel weiter mit der Möglichkeit, nicht nur die physischen Merkmale eines Gesichts, sondern auch die Emotionen und Gefühle einer Person durch ihr Gesicht zu lesen. Es ist eine aufregende, aber auch besorgniserregende Entwicklung, da Datenschutzbedenken sicherlich auftreten werden. Wir machen uns bereits Sorgen über die Gesichtserkennung und was mit diesen Daten passieren kann. 

Abgesehen vom gefährlichen Potenzial hinsichtlich der Datenschutzbedenken kann diese neue technologische Entwicklung in vielen Bereichen helfen. Einerseits verlassen sich viele Forscher oft auf die Teilnehmer, die über ihre eigenen Emotionen berichten. Jetzt können Forscher das Bild des Gesichts eines Teilnehmers verwenden, um seine Emotionen zu erfahren. Dies wird die Fehler in der Forschung und den Daten reduzieren. 

“Wenn es um die Messung von Emotionen geht, sind wir typischerweise immer noch nur darauf beschränkt, Menschen zu fragen, wie sie sich fühlen”, sagte Tor Wagner, einer der Forscher im Team. “Unere Arbeit kann uns helfen, direkte Maße von Emotionen zu erhalten – verwandte Hirnprozesse.” 

Diese neue Forschung kann auch dazu beitragen, psychische Gesundheitsetiketten wie “Angst” in Hirnprozesse umzuwandeln. 

“Sich von subjektiven Etiketten wie ‘Angst’ und ‘Depression’ wegbewegen und stattdessen Hirnprozesse verwenden, könnte zu neuen Zielen für Therapeutika, Behandlungen und Interventionen führen”, sagte Phillip Kragel, ein weiterer Forscher. 

Dieses neue neuronale Netzwerk ist nur eine der neuen und aufregenden Entwicklungen in der künstlichen Intelligenz. Forscher treiben diese Technologie ständig weiter voran, und sie wird Auswirkungen auf jeden Bereich unseres Lebens haben. Die neuen Entwicklungen in der KI gehen tiefer in die verschiedenen Bereiche des menschlichen Verhaltens und der Emotionen. Während wir meistens nur wissen, dass die KI im physischen Bereich mit Muskeln, Armen und anderen Körperteilen zu tun hat, gehen wir jetzt mit der Technologie in die menschliche Psyche ein. 

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.