Finanzierung

Yardstik sammelt $30 M Series‑B, während KI die Zukunft des Vertrauens in die Belegschaft neu gestaltet

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Yardstik hat $30 Millionen in einer Series B‑Finanzierung erhalten, da das Unternehmen für Arbeitstechnologie über traditionelle Hintergrundprüfungen hinaus expandieren und eine wachsende Herausforderung für Arbeitgeber: festzustellen, ob Arbeitnehmer nach ihrer Einstellung weiterhin vertrauenswürdig bleiben.

Die Finanzierungsrunde wurde von Harbert Growth Partners angeführt, mit Beteiligung bestehender Investoren Rally Ventures, MissionOG, Crosslink Capital, Grotech Ventures und Great North Ventures. Die Finanzierung erhöht das insgesamt von Yardstik eingeworbene Kapital auf $65 million. Das Unternehmen plant, das neue Kapital zu nutzen, um zusätzliche Betrugspräventions‑ und Mitarbeitermonitoring‑Fähigkeiten zu entwickeln, darunter die Überwachung von Kraftfahrzeugberichten, das Monitoring von Ausschlüssen des Office of Inspector General sowie automatisierte Benachrichtigungen, wenn berufliche Lizenzen, Versicherungen oder Zertifikate ablaufen.

Die Investition erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem generative KI die Art von Einstellungsbetrug verändert. Synthetische Identitäten, gefälschte Zeugnisse, Deep‑Fake‑Interviews und zunehmend überzeugende betrügerische Dokumente können es Arbeitgebern erschweren, festzustellen, ob Bewerber die Personen sind, für die sie sich ausgeben. Noch wichtiger ist, dass eine am ersten Arbeitstag durchgeführte Hintergrundprüfung kaum Aufschluss über Risiken gibt, die sich Monate oder Jahre später entwickeln.

Moving beyond the one-time background check

Diese Einschränkung ist zum Kern von Yardstiks Strategie geworden.

Das 2020 gegründete Unternehmen mit Sitz in Minneapolis hat sich von einem Anbieter von Hintergrundprüfungen zu dem, was es als Human Trust Platform bezeichnet, weiterentwickelt und kombiniert Betrugsprävention, Identitätsverifizierung, Hintergrundprüfungen, Zeugnisüberprüfung und kontinuierliches Mitarbeitermonitoring.

Anstatt die Verifizierung als ein einzelnes Ereignis beim Onboarding zu betrachten, ist die Plattform darauf ausgelegt, ein sich ständig änderndes Bild des Arbeitsrisikos zu erhalten.

Der Unterschied ist wichtig. Eine konventionelle Hintergrundprüfung kann feststellen, ob zum Zeitpunkt der Prüfung relevante Einträge existierten. Sie kann einem Arbeitgeber jedoch nicht mitteilen, dass ein Führerschein drei Monate später abgelaufen ist, dass ein neuer Strafregistereintrag erschienen ist oder dass ein weiteres Risikosignal nach Beginn des Arbeitsverhältnisses aufgetreten ist.

Yardstiks Continuous Monitoring‑Technologie meldet geprüfte Mitarbeitende automatisch zu einer Nach‑Einstellung‑Überwachung an, anstatt ausschließlich auf manuell geplante Nachprüfungen zu setzen. Die aktuellen Überwachungsfunktionen decken Bereiche wie Strafregister, Sexualstraftäter‑Register, bundesstaatliche Beobachtungslisten und weitere Datenbanken ab.

Die Series B‑Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, dieses Modell auf weitere Formen der Zeugnis‑ und beschäftigungsbezogenen Überwachung auszudehnen.

“If a license lapses the day after someone’s hired, an employer should know that day, not at the next annual review,” CEO Andrew Johnson said in the funding announcement, describing the difference as one between a photograph and a live feed.

Using AI to detect fraud before screening begins

Yardstik setzt KI und Datenanalyse auch früher im Einstellungsprozess ein.

Seine Detect AI-Technologie soll Signale erkennen, die mit Identitätsmanipulation und betrügerischen Bewerbungen verbunden sind, bevor ein Arbeitgeber sich auf eine konventionelle Hintergrundprüfung verlässt.

Anstatt sich nur auf Strafregister zu konzentrieren, analysiert Detect AI identitätsbezogene Risikosignale, die persönlich identifizierbare Informationen, Zahlungsaktivitäten, Standort‑ und IP‑Daten umfassen. Yardstiks umfassendere Dateninfrastruktur prüft zudem Signale wie Geräte‑Fingerabdrücke, biometrische Abweichungen und Inkonsistenzen zwischen Datenpunkten, die einzeln legitim erscheinen, zusammen jedoch verdächtig werden.

Damit wird ein anderes Problem als bei herkömmlichen Prüfungen adressiert. Eine Hintergrundprüfung kann zwar korrekte Informationen zu einer Identität liefern, dennoch nicht feststellen, ob der Bewerber diese Identität tatsächlich besitzt.

Yardstik kombiniert diese Betrugssignale mit einer Identitätsverifizierung, die biometrische Daten mit staatlich ausgestellten Ausweisen abgleicht. Ziel ist es, eine stärkere Verbindung zwischen der Person, die die Bewerbung einreicht, den bereitgestellten Zeugnissen und der letztlich in die Belegschaft einsteigenden Person herzustellen.

Der Ansatz spiegelt einen breiteren Wandel in der Betrugserkennung wider, da KI die Kosten für die Erstellung überzeugender gefälschter Identitäten und Dokumente senkt. Screening‑Systeme müssen zunehmend Muster und Inkonsistenzen über mehrere Signale hinweg bewerten, anstatt lediglich Datenbanken nach Einträgen abzufragen.

Turning workforce fraud into a continuously updated dataset

Ein weiteres Element ist Fraud Insights, ein Live‑Dashboard, das betrugsbezogene Signale aus der gesamten Belegschaft einer Organisation aggregiert.

Das System kann Muster aufdecken, etwa Sozialversicherungsnummern, die in mehreren Bewerbungen auftauchen, ungewöhnliche Geräte‑Geografien und die Orte, an denen Zahlungskarten der Bewerber ausgegeben wurden. Anstatt jeden Bewerber isoliert zu bewerten, können solche Muster auf koordinierte oder systematische Betrugsversuche hinweisen.

Yardstik hat kürzlich Fraud Insights und Continuous Monitoring zu Standardfunktionen für seine Kunden gemacht, anstatt sie als separate Add‑Ons anzubieten. Das Unternehmen sagt, dass über die Plattform geprüfte Mitarbeitende automatisch in die Überwachung aufgenommen werden können, wodurch Arbeitgeber wiederholte manuelle Prüfungen reduzieren.

Die kontinuierliche Mitarbeitendenüberwachung wirft zudem wichtige Compliance‑ und Datenschutzaspekte auf. Yardstik agiert als Consumer Reporting Agency und gibt an, dass seine Prüfprozesse dem Fair Credit Reporting Act entsprechen, einschließlich der Transparenzanforderungen für die überwachten Personen.

Mit zunehmender Automatisierung der Mitarbeitendenüberwachung könnten diese Schutzmaßnahmen immer wichtiger werden, insbesondere wenn KI‑generierte Risikosignale Beschäftigungsentscheidungen beeinflussen.

Building trust infrastructure for AI agents

Yardstiks Technologiestrategie reicht zudem über die eigene Anwendung hinaus.

Das Unternehmen hat eine API‑first‑Infrastruktur aufgebaut, die Marktplätzen, Einstellungsplattformen und HR‑Technologieanbietern ermöglicht, Prüfungen, Identitätsverifizierung, Betrugsprävention und Überwachung direkt in ihre Produkte zu integrieren. Die Finanzierungsankündigung listet Integrationen mit Systemen wie Greenhouse, Lever, Workable, Fountain, Bullhorn, Avionte und Paylocity auf.

Kürzlich hat Yardstik die Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP) hinzugefügt, wodurch eine interessante Verbindung zwischen der Arbeitskräfte‑Verifizierung und dem aufkommenden agentischen KI‑Ökosystem entsteht.

Durch seine MCP‑Integration für KI‑Agenten können Entwickler KI‑Systemen Zugriff auf Yardstik‑Workflows ermöglichen, etwa um Identitätsverifizierungen zu starten, unterschiedliche Hintergrundprüfungs‑Pakete basierend auf Jobanforderungen zu bestellen oder wiederkehrende Prüfprozesse einzurichten. Yardstik führt die zugrunde liegenden Prüfungen und Compliance‑Workflows aus und liefert die Ergebnisse an die Anwendung oder den Agenten zurück.

Dies könnte zunehmend relevant werden, da KI‑Agenten größere Rollen im Recruiting und in der Personalverwaltung übernehmen. Wenn Software‑Agenten Einstellungsentscheidungen treffen oder unterstützen, könnte die Infrastruktur, die diesen Agenten die Verifizierung von Identitäten, Zeugnissen und sich ändernden Risikoinformationen ermöglicht, zu einer weiteren Ebene des Unternehmens‑KI‑Stacks werden.

What continuous workforce verification could mean for the future of work

Yardstik startet die Series B nach einer Phase schnellen Wachstums. Das Unternehmen berichtet von einem Umsatzwachstum von 149 % im Jahresvergleich, einer Kundenbindungsrate von 98 % in den letzten drei Jahren und Kunden aus Branchen wie Gig‑Marktplätzen, Gesundheitswesen, Personaldienstleistungen, Transport, Logistik und Kinderbetreuung.

Wichtiger als die Wachstumszahlen ist der breitere Wandel, den die Technologie darstellt. Hintergrundprüfungen basierten traditionell auf einem einzigen Entscheidungspunkt: ob jemand eingestellt werden soll. Kontinuierliches Monitoring ändert dieses Modell, indem Identität, Zeugnisse und Arbeitsrisiken als Informationen behandelt werden, die sich während der gesamten Beschäftigung ändern können.

KI könnte diesen Übergang in beide Richtungen beschleunigen. Generative Werkzeuge erleichtern das massenhafte Erstellen von Lebensläufen, Zeugnissen, Dokumenten, Bildern, Stimmen und potenziell ganzen Identitäten. Gleichzeitig kann maschinelles Lernen Screening‑Systemen helfen, Kombinationen aus Identitäts‑, Geräte‑, Zeugnis‑ und Verhaltenssignalen zu analysieren, die manuell schwer zu bewerten wären.

Im Laufe der Zeit könnte dies die Arbeitskräfte‑Verifizierung von einem periodischen administrativen Prozess in eine stets aktive Ebene der Unternehmensinfrastruktur verwandeln. Einstellungsplattformen, Personal‑Marktplätze und HR‑Systeme könnten zunehmend automatisierte Identitäts‑ und Zeugnisprüfungen direkt in ihre Workflows integrieren, während KI‑Agenten Verifizierungsereignisse initiieren oder darauf reagieren könnten, ohne auf einen menschlichen Administrator warten zu müssen.

Diese Entwicklung wirft zudem Fragen auf, die immer schwerer zu ignorieren sein werden. Arbeitgeber müssen festlegen, wie umfangreich kontinuierliches Monitoring sein darf, welche Signale Beschäftigungsentscheidungen beeinflussen dürfen, wie Mitarbeitende unrichtige Informationen anfechten können und wo die Grenze zwischen legitimer Risikosteuerung und übermäßiger Überwachung liegt.

Die Bedeutung der Finanzierung von Yardstik reicht daher über die Erweiterung einer einzigen Hintergrundprüfungsplattform hinaus. Sie spiegelt eine größere Frage wider, die im Zuge der KI‑gestützten Umgestaltung des Arbeitsmarktes entsteht: Wenn digitale Identitäten und Zeugnisse leichter zu manipulieren sind, wie können Organisationen kontinuierlich Vertrauen schaffen, ohne die Privatsphäre und Rechte der Beschäftigten zu untergraben?

Antoine ist ein visionärer Leiter und Gründungspartner von Unite.AI, getrieben von einer unerschütterlichen Leidenschaft für die Gestaltung und Förderung der Zukunft von KI und Robotik. Als Serienunternehmer glaubt er, dass KI für die Gesellschaft so disruptiv sein wird wie Elektrizität, und er wird oft dabei erwischt, wie er über das Potenzial disruptiver Technologien und AGI schwärmt.

Als Futurist ist er darauf bedacht, zu erforschen, wie diese Innovationen unsere Welt prägen werden. Darüber hinaus ist er der Gründer von Securities.io, einer Plattform, die sich auf Investitionen in bahnbrechende Technologien konzentriert, die die Zukunft neu definieren und ganze Branchen umgestalten.