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Der transformative Einfluss von KI auf M&A-Deals

Künstliche Intelligenz

Der transformative Einfluss von KI auf M&A-Deals

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Die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen ist unerlässlich, insbesondere für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben möchten. Das Geschäft von Fusionen und Übernahmen (M&A) ist keine Ausnahme. KI verändert bereits die M&A-Prozesse, indem sie die Effizienz steigert, Risiken minimiert und neue Chancen aufdeckt.

Die hochriskanten Herausforderungen von M&A

Dealmaker müssen Informationen und Daten von mehreren Beteiligten in hochdruck- und zeitkritischen Umgebungen verwalten. Sie müssen für eine Vielzahl von Risiken Rechnung tragen, einschließlich laufender geopolitischer, regulatorischer oder finanzieller Unsicherheiten. Tatsächlich wird Risikobewertung voraussichtlich das herausforderndste Aspekt des Dealprozesses im kommenden Jahr sein.

Angesichts der aktuellen Umgebung ist Dealmaking komplexer denn je. Käufer konzentrieren sich zunehmend darauf, gründliche Due-Diligence-Prüfungen durchzuführen und tiefergehende Einblicke in Zielunternehmen zu gewinnen, bevor sie voranschreiten. Verkäufer wiederum müssen eine größere Transparenz bieten, was einen differenzierteren Ansatz zum Dealmaking widerspiegelt. Die Zeit, die benötigt wird, um einen Deal vorzubereiten, hat sich in den Amerikas im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 um 27% erhöht, während auch die Zeit, die benötigt wird, um die Due-Diligence-Prüfung abzuschließen, gewachsen ist. Darüber hinaus ist das Volumen von Inhalten in virtuellen Datenräumen – einem kritischen Bestandteil des Due-Diligence-Prozesses – pro Deal im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen. Dealmaker haben auch gesagt, dass unrealistische Erwartungen an Ressourcen und Bandbreite der größte Grund dafür ist, dass Deals in den letzten zwei Jahren gescheitert sind.

KI in M&A

KI hilft Dealmakern, diese Herausforderungen zu meistern. KI und generative KI können viele der manuellen, zeitaufwändigen Aufgaben automatisieren, die für den Due-Diligence-Prozess entscheidend sind. Zum Beispiel kann KI die Organisation und Kategorisierung von Dateien, die für die Überprüfung durch Investoren oder Käufer erforderlich sind, rationalisieren, menschliche Fehler reduzieren und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen gewährleisten.

Durch die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben kann KI Dealmakern auch ermöglichen, sich auf strategische Entscheidungen zu konzentrieren. Zum Beispiel können KI-gesteuerte Redaktionswerkzeuge den Prozess der Identifizierung, Blockierung und Entblockierung von sensiblen Informationen während eines Deals beschleunigen, wodurch die Dokumentenverwaltung rationalisiert und die Produktivität gesteigert wird. Diese Automatisierung ermöglicht es Dealmakern, mehr Zeit und Ressourcen für höherwertige Aktivitäten zu allozieren, was letztendlich die Gesamteffizienz und Effektivität des M&A-Prozesses verbessert.

KI macht auch andere Teile des Dealmaking-Prozesses effizienter. Einer der kritischsten Schritte in M&A ist die Identifizierung potenzieller Zielunternehmen. KI kann bei diesem Prozess helfen, indem sie Datensätze und Markttrends analysiert, was insbesondere für Unternehmen von Vorteil ist, die programmatische M&A-Strategien verfolgen. Einige KI-gesteuerte Werkzeuge können anonymisierte private, bezahlte und öffentliche Daten sowie andere Transaktionsaktivitäten innerhalb einer sicheren Plattform analysieren, um Dealmakern zu helfen, bessere und schnellere Deal-Ziele zu identifizieren.

Darüber hinaus kann KI bei der Bewertung helfen, indem sie objektive Analysen auf der Grundlage historischer Daten und Marktfaktoren liefert. Allerdings bleibt menschliches Urteilsvermögen insbesondere bei der Bewertung qualitativer Faktoren und der Prognose unerlässlich. Die Synergie zwischen KI und menschlichem Fachwissen ist entscheidend für eine ausgewogene und informierte Entscheidungsfindung.

Dealmaker möchten KI-Tools im M&A-Prozess verwenden. Tatsächlich sagten zwei Drittel der globalen Dealmaker, dass die Erforschung der Verwendung neuer KI-Tools ihr wichtigster operativer Schwerpunkt im nächsten Jahr ist, und die meisten sehen erhöhte Produktivität als primären Vorteil von KI in ihrem Geschäft, wodurch Deals um bis zu 50% beschleunigt werden. Es gibt jedoch einige Lücken, die zwischen KI-Wissen und seiner Anwendung geschlossen werden müssen.

Ein erheblicher Anteil der Dealmaker sagt, dass Daten-Sicherheits- und Datenschutzbedenken die größten Hindernisse für die Integration von KI in ihre Unternehmen sind und eine Mehrheit möchte, dass die Technologie reguliert wird.

KI-Adoption nimmt zu und Dealmaker müssen sicherstellen, dass ihre Geschäftsmodelle darauf vorbereitet sind, um KI zu nutzen und einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Dies beinhaltet nicht nur die Integration von KI, um die Effizienz zu steigern, sondern auch die Anwendung schärferer Einblicke, um die Deal-Ergebnisse zu verbessern. Die Erreichung eines Gleichgewichts zwischen KI und menschlichem Fachwissen ist entscheidend für die Maximierung der Produktivität und die Gewährleistung erfolgreicher M&A-Transaktionen.

James Lehnhoff ist Chief Technology Officer bei Datasite, eine Position, die er seit August 2022 innehat. In dieser Rolle ist James für die Leitung der Software-Entwicklung, der Anwendungsbetreuung und der künstlichen Intelligenz (KI)-Entwicklung verantwortlich.

James ist seit 2017 bei Datasite und hatte dort die Positionen des Senior Vice President of Engineering und Vice President of Product Technology inne, wo er das Engineering-Team um mehr als 50% vergrößerte und zur erfolgreichen Einführung von Datasite Diligence beitrug. Bevor er zu Datasite kam, hatte er Führungspositionen im Bereich Engineering bei Workfront und Digital River inne.