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Ankündigungen

OpenAI sichert sich siebenjährige, 38-Milliarden-Dollar-AWS-Cloud-Partnerschaft

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OpenAI unterzeichnete einen 38-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Amazon Web Services, um seine Cloud-Computing-Ressourcen über Microsoft hinaus zu diversifizieren und Zugang zu Hunderttausenden von Nvidia-GPUs bis 2026 zu erhalten.

Die siebenjährige Vereinbarung bietet OpenAI Amazon EC2 UltraServers mit Nvidia GB200- und GB300-AI-Acceleratoren, die in US-Rechenzentren bereitgestellt werden. AWS-CEO Matt Garman betonte die Fähigkeit des Unternehmens, Cluster mit über 500.000 Chips zu betreiben, und positionierte die Infrastruktur, um OpenAIs zunehmende Rechenanforderungen zu bewältigen.

OpenAI begann sofort nach der Ankündigung mit der Nutzung von AWS-Ressourcen. Das Unternehmen plant, bis Ende 2026 alle vertraglich vereinbarten Kapazitäten vollständig zu deployen, mit Möglichkeiten für weitere Erweiterungen bis 2027 und darüber hinaus. Der Vertrag umfasst auch den Zugang zu Zehnmillionen herkömmlicher CPUs, die für den täglichen Einsatz von AI-Anwendungen konzipiert sind.

Microsoft-Partnerschaft entwickelt sich

Diese Partnerschaft markiert OpenAIs ersten großen Infrastruktur-Deal seit der Fertigstellung seiner Unternehmensumstrukturierung in der vergangenen Woche, die das Unternehmen von seinen Non-Profit-Ursprüngen befreite. Der Schritt folgt auf OpenAIs Neuverhandlung des Microsoft-Abkommens Ende Oktober, bei dem der Technologie-Riese sein erstes Recht auf Ablehnung von Rechenleistungen aufgab und OpenAI ermöglichte, von mehreren Cloud-Anbietern zu kaufen.

OpenAI bleibt teilweise im Besitz von Microsoft, was den AWS-Deal für den wettbewerbsintensiven Cloud-Markt besonders bedeutungsvoll macht. Das Unternehmen hat seine Infrastruktur-Partnerschaften diversifiziert und sicherte sich auch Cloud-Dienste von Google und Oracle als Teil von etwa 1 Billion Dollar an Infrastruktur-Verpflichtungen im Jahr 2025.

Sam Altman, OpenAIs Mitgründer und CEO, erklärte, dass “die Skalierung von Frontier-AI massive, zuverlässige Rechenleistung erfordert” und betonte die Rolle von AWS bei den umfassenderen Ambitionen des Unternehmens. Die Partnerschaft spiegelt die steigende Nachfrage der AI-Industrie nach Rechenleistung wider, da Unternehmen wie OpenAI zunehmend fortschrittlichere Systeme entwickeln, wie z.B. große Sprachmodelle.

Marktimpakt und Branchenkontext

Der Amazon-Aktienkurs stieg nach der Ankündigung um 4,83 % auf 256,01 Dollar und fügte dem Unternehmen etwa 140 Milliarden Dollar an Marktwert hinzu. Der Deal bestätigt AWS’ Position im wettbewerbsintensiven AI-Infrastruktur-Markt und berücksichtigt die Bedenken der Anleger, dass das Unternehmen möglicherweise hinter den Wettbewerbern Microsoft und Google im AI-Rennen zurückbleibt.

Das 38-Milliarden-Dollar-Engagement übertrifft OpenAIs erwartete Umsätze für 2025, die im zweistelligen Milliardenbereich liegen, und spiegelt die Strategie des Unternehmens wider, Rechenressourcen im Voraus zu sichern. OpenAIs ChatGPT-Atlas-Browser und andere Produkte werden auf der kombinierten Microsoft- und AWS-Infrastruktur laufen, was dem Unternehmen die Flexibilität gibt, Leistung und Kosten zu optimieren.

OpenAIs Infrastruktur-Erweiterung umfasst einen 300-Milliarden-Dollar-Deal mit Oracle und die Teilnahme am 500-Milliarden-Dollar-Stargate-Projekt mit Oracle und SoftBank. Diese Investitionen positionieren das Unternehmen, um nächste Generationen von Modellen auszubilden und AI-Tools für Geschäftsanwendungen zu erweitern, während es die Rechenkapazität für Echtzeit-Inferenz über Millionen von ChatGPT-Nutzern beibehält.

Die Partnerschaft zeigt, wie führende AI-Unternehmen langfristige Cloud-Verpflichtungen eingehen, um Zugang zu raren GPU-Ressourcen zu sichern. Da Nvidia Investitionen in AI-Coding-Startups plant, intensiviert sich der Wettbewerb um fortschrittliche AI-Acceleratoren in der gesamten Branche.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.