Gesundheitswesen
Londoner Startup LabGenius erhält 10 Millionen Dollar

Der in London ansässige Startup LabGenius gab bekannt, dass sie über 10 Millionen Dollar in der Series-A-Finanzierungsrunde aufgebracht haben. Sie sind ein Unternehmen für Arzneimittelentdeckung, das künstliche Intelligenz (KI), robotische Automatisierung und synthetische Biologie nutzt. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Entdeckung neuer proteinbasierter Therapeutika.
Laut Dr. James Field, CEO und Gründer von LabGenius, “haben proteinbasierte Therapeutika ein unvergleichliches Potenzial, sowohl Krankheiten zu behandeln als auch menschliches Leid zu lindern. Durch die Umgestaltung, wie diese Medikamente entdeckt werden, haben wir die Chance, das Leben unzähliger Menschen zu verbessern. Die Fähigkeit, robuste, neue therapeutische Proteine zu entwickeln, hat einen enormen kommerziellen und gesellschaftlichen Wert. Die Entdeckung von proteinbasierten Therapeutika war historisch gesehen sehr handwerklich und hing stark von Menschen ab, sowohl bei der experimentellen Auslegung als auch bei der Durchführung. Diese Abhängigkeit hat sich als begrenzend erwiesen, da wir als Spezies kognitiv nicht in der Lage sind, die Komplexität biologischer Systeme vollständig zu erfassen.”
Die Series-A-Investitionsrunde wird von Lux Capital und Obvious Ventures angeführt. Weitere Teilnehmer waren Felicis Ventures, Inovia Capital, Air Street Capital und andere bestehende Investoren. Der CEO und Gründer von Recursion Pharmaceuticals (RXRX ), Chris Gibson, sowie der General Partner von Inovia Capital, Patrick Pichette, investieren ebenfalls. Pichette ist der ehemalige CFO von Google.
Laut dem Unternehmen werden sie das Kapital nutzen, um “ihr Team zu erweitern, den Umfang ihrer Entdeckungsplattform zu erweitern und ein internes Asset-Entwicklungsprogramm zu starten.” Eines ihrer Hauptziele ist es, neue Antikörperfragmente zu entwickeln. Diese könnten verwendet werden, um bestimmte Zustände zu behandeln, die nicht auf herkömmliche Antikörperformate angewiesen sind.
Lux Capital und Obvious Ventures
Zavain Dar, Partner bei Lux Capital, und Nan Li, Managing Director bei Obvious Ventures, sind seit einiger Zeit in der Life-Science-Startup-Umgebung tätig. Ihre Investitionsstrategie reicht neun Jahre zurück und umfasst eine Investition von 2013 in Zymergen, ein Unternehmen für Molekülentdeckung und -herstellung mit Sitz in Kalifornien. Im Jahr 2016 waren sie an Recursion Pharmaceuticals beteiligt, die im Juli eine Series-C-Finanzierungsrunde von 156 Millionen Dollar aufgebracht haben.
Ihre Strategie folgt einem Pfad, der bei der industriellen Biotechnologie-Technologie mit Zymergen beginnt und mit der Wurzelursache-Biologie-Entdeckung mit Recursion Pharmaceuticals fortgesetzt wird. Sie endet mit der Schaffung von Zusammensetzungen und geistigen Eigentumsrechten mit LabGenius.
Dar erklärte seine Gründe für die Wahl von LabGenius gegenüber anderen Startups.
“Wir haben die Welt durchsucht und wollten nicht durch das eingeschränkt werden, was in unserem Hinterhof passierte”, sagt er. “Sie sind die Spitze der Gruppe … und jetzt mit der Unterstützung und den Pharma-Partnerschaften sollten sie in einer guten Position sein.”
Menschen sind nicht länger die einzigen Innovationsagenten
In einem Gespräch mit TechCrunch sagte Dr. James Field: “Meine zentrale These, die treibende Kraft hinter dem Unternehmen, ist die Überzeugung, dass wir in eine Ära eintreten, in der Menschen nicht länger die einzigen Innovationsagenten sind. Stattdessen werden neue Erkenntnisse, Technologien und sophisticatede realweltliche Produkte von intelligenten robotischen Plattformen namens empirische Rechenmaschinen erfunden. Eine empirische Rechenmaschine ist ein künstliches System, das in der Lage ist, rekursiv und intelligent einen Lösungsraum zu durchsuchen.”
Das Unternehmen hat eine Entdeckungsplattform namens EVA entwickelt, die mehrere neue Technologien aus verschiedenen Bereichen, einschließlich künstlicher Intelligenz, integriert. Nach der Entdeckung und Charakterisierung sendet LabGenius ihre proprietären Moleküle an Kliniken.
Field erklärt die EVA-Technologie des Unternehmens als eine “maschinelle Lernplattform”, die in der Lage ist, “Experimente zu entwerfen, durchzuführen und kritisch zu lernen”.
“Für Jahrzehnte haben Wissenschaftler, Ingenieure und Technologen von der Errichtung ‘robotischer Wissenschaftler’ geträumt, die in der Lage sind, autonom neue Erkenntnisse, Technologien und sophisticatede realweltliche Produkte zu entdecken”, sagt Field.
“Für Protein-Ingenieure ist dieser Traum nun in Reichweite. Der schnelle Fortschritt der technologischen Entwicklung in den Bereichen synthetische Biologie, robotische Automatisierung und maschinelles Lernen hat uns Zugang zu allen wesentlichen Zutaten gegeben, die erforderlich sind, um eine intelligente robotische Plattform zu schaffen, die in der Lage ist, neue therapeutische Proteine zu entdecken.”












