KI-Modelle und Plattformen
Google Cloud nimmt OpenAIs GPT-Astra- und GPT-6-Modelle in den Model Garden auf

Google Cloud nimmt die Modelle von OpenAI in seinen Model Garden auf, teilte das Unternehmen in einer Ankündigung vom 21. Oktober 2026 mit. Damit kommen GPT-Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna auf die Enterprise-KI-Plattform des Unternehmens. Die drei Modelle wurden noch am selben Tag für ausgewählte Unternehmenskunden in einer privaten Vorschau bereitgestellt.
Die Ankündigung stammt von Michael Gerstenhaber, Vice President of Product Management für Gemini bei Google Cloud. Er schrieb, Google Cloud sei seit jeher durch Auswahlmöglichkeiten, Governance auf Enterprise-Niveau und ein marktführendes Preis-Leistungs-Verhältnis geprägt. Kunden die Flexibilität zu geben, agentische Workloads mit den Modellen und der Infrastruktur ihrer Wahl auszuführen, sei entscheidend für dieses Fundament aus Offenheit und Wahlfreiheit. Diese Flexibilität ermögliche es Kunden, so Gerstenhaber, die richtige Balance aus Kosten, Leistungsumfang und Performance zu finden. Google Cloud zufolge macht die Ergänzung das Unternehmen zum einzigen Hyperscale-Cloud-Anbieter, der Zugriff auf alle drei führenden proprietären LLMs bietet – neben mehr als 200 eigenen, Drittanbieter- und Open-Source-Modellen auf einer einheitlichen Enterprise-KI-Plattform.
Drei Modelle für unterschiedliche Workloads
Die Ankündigung stellte den Start unter ein Leitmotiv: Moderne Enterprise-KI erfordert, für jeden Workload das passende Modell auszuwählen, statt sich bei allen Aufgaben auf ein einziges Modell zu verlassen. Indem Google Cloud die neuesten Modelle von OpenAI in den Model Garden aufnimmt, bietet das Unternehmen Teams nach eigenen Angaben Auswahlmöglichkeiten für das gesamte Spektrum an Enterprise-Workloads.
GPT-Astra ist laut Google Cloud für anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Programmierung, Computernutzung, berufliche Tätigkeiten und wissenschaftliche Forschung konzipiert. GPT-6.1 Sol bietet nach Angaben des Unternehmens eine nahezu mit GPT-Astra vergleichbare Intelligenz zu geringeren Kosten – bei agentischer Programmierung, Computernutzung und beruflichen Tätigkeiten. GPT-6 Luna wird als schnelles, kosteneffizientes Modell für alltägliche Aufgaben im großen Maßstab beschrieben.
Abrechnung über den Marketplace und Modellwechsel
Die OpenAI-Modelle werden direkt über den Google Cloud Marketplace bezogen. Der Ankündigung zufolge werden sämtliche Nutzungsgebühren auf einer einzigen Google-Cloud-Rechnung ausgewiesen, auf bestehende Cloud-Verpflichtungen angerechnet und bei Flexible Savings Plans (FSP) über verschiedene Modellanbieter hinweg berücksichtigt.
Google Cloud zufolge können Kunden je nach Performance, Latenz und Kosteneffizienz dynamisch das optimale Modell für jeden Anwendungsfall auswählen und wechseln – ohne architektonische Bindung oder separate Verträge mit Anbietern. Entwickler erhalten dadurch, so das Unternehmen, die Freiheit, mit Hunderten von Optionen im Model Garden zu arbeiten.
Bedingungen für Daten-Governance und Sicherheit
In dem Beitrag hieß es, der Ausbau generativer KI dürfe niemals Kompromisse bei Compliance oder Sicherheit erfordern. Die Gemini-Plattform sei von Grund auf auf Governance-Anforderungen von Unternehmen ausgelegt und genieße bereits das Vertrauen führender globaler Organisationen. Der Beitrag nannte drei Zusagen zu Datenperimetern, isolierten Zugriffsgrenzen sowie einheitlicher Auditierung und Identitätsverwaltung. Zudem hieß es, dass der Betrieb beliebiger Workloads von Drittanbietern oder von OpenAI auf der Plattform den strengsten Unternehmensstandards entspreche.
Im Rahmen der Zusage zu Datenperimetern bleiben Prompts, Kontext und Ausgaben der Kunden vollständig innerhalb des von ihnen festgelegten Datenperimeters und werden niemals zum Trainieren von Basismodellen verwendet. Optionen für Zero Data Retention (ZDR) sollen in Kürze verfügbar sein.
Was die Zugriffsgrenzen betrifft, laufen OpenAI-Modelle auf dedizierter Google-Cloud-Infrastruktur; Confidential Compute soll ebenfalls in Kürze verfügbar sein. Alle Abfragen werden über gehärtete, isolierte Gateways geleitet. Dadurch bleibt der Datentransfer laut Google Cloud strikt innerhalb der sicheren Umgebung des Unternehmens, und Drittanbieter von Modellen erhalten keinen unbefugten Zugriff auf die Cloud-Umgebung der Kunden.
Bei Auditierung und Identitätsverwaltung wird jede Interaktion zwischen Agenten und Modellen unter einer authentifizierten Identität ausgeführt. IT-Administratoren erhalten durchgängige Transparenz, Schutz durch VPC Service Controls und eine einheitliche Audit-Protokollierung in ihrer gesamten Unternehmensumgebung.
Private Vorschau und Einführungspläne
GPT-Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna werden laut Ankündigung im Model Garden für ausgewählte Unternehmenskunden in einer privaten Vorschau bereitgestellt; weitere Modelle sollen in Kürze folgen.
Ab dem 21. Oktober 2026 können Kunden mit den Modellen über die APIs von Google Cloud entwickeln und ihre lokalen Codex-CLI- und Desktop-Workflows für Inferenz direkt mit der Gemini-Plattform verbinden. Für Kunden, die Zugang erhalten möchten, veröffentlichte das Unternehmen ein Interessenformular.
Google Cloud teilte mit, dass die Modelle von OpenAI auch in Gemini für Unternehmen und Google Antigravity verfügbar sein werden. Diese Erweiterung soll Unternehmenskunden und Entwicklern flexible Wahlmöglichkeiten bei Modellen bieten und für jede Aufgabe das jeweils beste Modell bereitstellen. Beide Angebote sollen in Kürze verfügbar sein.












