Cybersicherheit

Globaler Cyber-Resilienz-Bericht 2024: Überbewertung und Lücken in der Cybersicherheit aufgedeckt

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Der Globale Cyber-Resilienz-Bericht 2024 präsentiert eine umfassende Analyse des aktuellen Zustands der Cyber-Resilienz in verschiedenen Branchen weltweit. Basierend auf einer von Cohesity und Censuswide durchgeführten Umfrage, an der 3.139 IT- und Sicherheits-Entscheidungsträger aus acht Ländern teilnahmen, zeigt dieser Bericht die erheblichen Lücken zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Cyber-Resilienz-Fähigkeit auf.

Umfrage-Demografie und -Umfang

Die Umfrage, die im Juni 2024 durchgeführt wurde, umfasste sowohl öffentliche als auch private Organisationen in mehreren Ländern:

  • USA: ~500 Befragte
  • Vereinigtes Königreich: ~500 Befragte
  • Australien: ~500 Befragte
  • Frankreich: ~400 Befragte
  • Deutschland: ~400 Befragte
  • Japan: ~300 Befragte
  • Singapur: ~300 Befragte
  • Malaysia: ~200 Befragte

Die Teilnehmer waren gleichmäßig zwischen IT- und Sicherheits-Experten aufgeteilt, was einen umfassenden Überblick über die aktuelle Cyber-Resilienz-Landschaft bietet.

Schwerpunkte

1. Überbewertung der Cyber-Resilienz

Eine auffallende Erkenntnis aus der Umfrage ist die Überbewertung der Cyber-Resilienz-Fähigkeiten unter den Organisationen. Nur 2% der Befragten gaben an, dass sie ihre Daten und Geschäftsprozesse innerhalb von 24 Stunden nach einem Cyberangriff wiederherstellen könnten. Dies steht im starken Kontrast zu dem Vertrauen, das fast 4 von 5 (78%) Befragte in ihre Cyber-Resilienz-Strategie haben.

2. Lösegeldzahlungen: Ein wachsendes Anliegen

Die Bereitschaft, Lösegeld zu zahlen, ist alarmierend häufig. Etwa 75% der Befragten gaben an, dass ihre Organisation mehr als 1 Million Dollar zahlen würde, um Daten und Geschäftsprozesse wiederherzustellen, und 22% wären bereit, mehr als 3 Millionen Dollar zu zahlen. Im vergangenen Jahr gaben 69% der Befragten an, ein Lösegeld gezahlt zu haben, obwohl 77% eine Richtlinie gegen solche Zahlungen hatten.

Langsames Wiederherstellungszeit

Die von den Organisationen gemeldeten Wiederherstellungszeiten zeigen erhebliche Schwachstellen auf:

  • Nur 2% konnten innerhalb von 24 Stunden wiederherstellen.
  • 18% konnten innerhalb von 1-3 Tagen wiederherstellen.
  • 32% benötigten 4-6 Tage.
  • 31% benötigten 1-2 Wochen.
  • 16% würden mehr als 3 Wochen benötigen.

Diese Wiederherstellungszeiten fallen kurz hinter den angestrebten optimalen Wiederherstellungszeitzielen (RTO) zurück, wobei 98% eine Wiederherstellung innerhalb eines Tages anstreben und 45% innerhalb von zwei Stunden.

4. Unzureichende Datenschutzkonformität

Etwa 2 von 5 (42%) Befragten gaben an, dass ihre Organisation in der Lage sei, sensible Daten zu identifizieren und die geltenden Datenschutzgesetze einzuhalten. Dies zeigt eine erhebliche Lücke in den notwendigen IT- und Sicherheitsfähigkeiten auf.

5. Schwachstellen in der Zero-Trust-Sicherheit

Trotz der Verfügbarkeit wirksamer Sicherheitsmaßnahmen haben viele Organisationen diese nicht umgesetzt:

  • 48% haben keine Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) bereitgestellt.
  • Nur 52% haben MFA implementiert.
  • Quorum-Steuerungen oder administrative Regeln, die mehrere Genehmigungen erfordern, werden von 49% verwendet.
  • Rollenbasierte Zugriffssteuerungen (RBAC) werden von 46% eingesetzt.

Diese Schwachstellen machen Organisationen anfällig für interne und externe Bedrohungen.

Die eskalierende Bedrohungslandschaft

Die Umfrage unterstreicht die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe:

  • Im Jahr 2022 fühlten 74% der Befragten, dass die Bedrohung durch Erpressungssoftware (Ransomware) zunimmt. Im Jahr 2023 stieg diese Zahl auf 93% und im Jahr 2024 auf 96%.
  • Zwei Drittel (67%) der Befragten gaben an, in den letzten sechs Monaten Opfer von Ransomware geworden zu sein.

Am stärksten betroffene Branchen

Der Bericht identifiziert sieben Branchen, die am stärksten von Cyberangriffen betroffen sind:

  • IT & Technologie (40%)
  • Banken & Vermögensverwaltung (27%)
  • Finanzdienstleistungen (27%)
  • Telekommunikation & Medien (24%)
  • Regierung & Öffentliche Dienste (23%)
  • Stromversorgung (21%)
  • Fertigung (21%)

Bereiche kritischer Bedenken

1. Vertrauens-Kapazitäts-Paradox

Die Diskrepanz zwischen dem Vertrauen in die Cyber-Resilienz-Strategie und der tatsächlichen Fähigkeit, diese Strategie effektiv umzusetzen, ist offensichtlich. Viele Organisationen haben einen Cyber-Resilienz-Plan, aber ihre Fähigkeit, schnell von Angriffen zu erholen, bleibt deutlich hinter ihren Zielen zurück.

2. Ransomware-Zahlungen

Die Verbreitung von Lösegeldzahlungen, oft im Widerspruch zu den Richtlinien der Organisation, unterstreicht einen reaktiven Ansatz zur Cyber-Resilienz. Die finanziellen Auswirkungen von Lösegeldzahlungen gehen über die unmittelbaren Kosten hinaus und beeinträchtigen die Betriebszeit, verlorene Chancen und den Ruf.

3. Schwachstellen in der Zero-Trust-Sicherheit

Das Versäumnis, robuste Datenzugriffssteuerungen wie MFA und RBAC umzusetzen, birgt ein erhebliches Risiko für Organisationen. Wirksame Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend für den Schutz kritischer Daten und die Gewährleistung der Geschäftskontinuität.

Empfehlungen für die Verbesserung

Um diese kritischen Probleme anzugehen, schlägt der Bericht mehrere handhabbare Strategien vor:

  • Engagieren Sie sich in rigorose Tests, Übungen und Simulationen, um die Wirksamkeit von Sicherung und Wiederherstellungsprozessen zu gewährleisten.
  • Melden Sie sich für Ransomware-Resilienz-Workshops an, um die Fähigkeiten zur Reaktion auf Cyber-Vorfälle zu verbessern.
  • Automatisieren Sie die Überprüfung von Sicherungsdaten, um deren Integrität und Wiederherstellbarkeit ohne manuelle Eingriffe zu überprüfen.
  • Halten Sie detaillierte Dokumentation und Wiederherstellungs-Handbücher bereit, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten ihre Rollen während eines Vorfalls verstehen.

Fazit

Der Globale Cyber-Resilienz-Bericht 2024, der im Auftrag von Cohesity erstellt wurde, unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Organisationen, die Lücke zwischen ihrer wahrgenommenen und tatsächlichen Cyber-Resilienz-Fähigkeit zu schließen. Durch die Identifizierung und Bekämpfung dieser Schwachstellen können Organisationen ihre Fähigkeit zur Erholung von Cyberangriffen verbessern und kritische Daten schützen, um eine sicherere und widerstandsfähigere Zukunft zu gewährleisten.

Die umfassenden Daten und Erkenntnisse aus diesem Bericht dienen als wichtige Ressource für IT- und Sicherheits-Experten, die ihre Cyber-Resilienz-Strategien stärken und ihre Organisationen vor der sich entwickelnden Bedrohungslandschaft schützen möchten.

Antoine ist ein visionärer Leiter und Gründungspartner von Unite.AI, getrieben von einer unerschütterlichen Leidenschaft für die Gestaltung und Förderung der Zukunft von KI und Robotik. Als Serienunternehmer glaubt er, dass KI für die Gesellschaft so disruptiv sein wird wie Elektrizität, und er wird oft dabei erwischt, wie er über das Potenzial disruptiver Technologien und AGI schwärmt.

Als Futurist ist er darauf bedacht, zu erforschen, wie diese Innovationen unsere Welt prägen werden. Darüber hinaus ist er der Gründer von Securities.io, einer Plattform, die sich auf Investitionen in bahnbrechende Technologien konzentriert, die die Zukunft neu definieren und ganze Branchen umgestalten.