KĂŒnstliche Intelligenz

EuropÀische Union und Japan erkunden strategische Zusammenarbeit in KI und Halbleitern

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Die Europäische Union bemüht sich, eine stärkere Allianz mit Japan in wichtigen Technologiebereichen wie künstlicher Intelligenz (KI) zu schmieden, als Teil ihrer Strategie, die Abhängigkeit von China zu verringern. EU-Kommissar Thierry Breton betonte diese Initiative in einem aktuellen Twitter-Video, in dem er bekannt gab, dass KI ein Schwerpunktthema in seinem Treffen mit der japanischen Regierung sein werde.

Breton erklärte, “Ich werde mit der japanischen Regierung … darüber sprechen, wie wir unseren digitalen Raum, einschließlich KI, auf der Grundlage unserer gemeinsamen Werte organisieren können.” Seine Kommentare deuten auf einen ernsthaften Versuch hin, die technologische Roadmap der EU mit Japan, einem Land mit einem robusten Technologiebereich, in Einklang zu bringen.

Ein EU-Japan-Digitalpartnerschaftsrat und gemeinsame Interessen in Halbleitern

Die EU und Japan planen, einen Digitalpartnerschaftsrat zu gründen, um die Zusammenarbeit bei Quanten- und Hochleistungscomputing zu fördern. Dies folgt einem ähnlichen Rat, der zwischen der EU und Südkorea letzte Woche gebildet wurde, der sich auf KI und Cybersicherheit konzentriert.

Breton enthüllte auch Pläne, mit Japan in dem kritischen Bereich der Halbleiter zusammenzuarbeiten. Halbleiter, die integralen Komponenten, die in einer Vielzahl von Geräten von Autos bis hin zu Smartphones gefunden werden, sind auch von entscheidender Bedeutung für die Ausbildung von KI-Modellen. Als solche stellen sie einen strategischen Bereich der Technologie dar, in dem Nationen um eine zukünftige Vorteilstellung bemüht sind.

Japan spielt eine bedeutende Rolle in der globalen Halbleiter-Lieferkette und arbeitet aktiv daran, seine heimische Industrie zu stärken. Tatsächlich hat ein von der japanischen Regierung unterstützter Fonds letzte Woche den Vorschlag unterbreitet, den heimischen Halbleiterhersteller JSR für 6,3 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Die EU bemüht sich ebenfalls, ihre Halbleiterindustrie in der gesamten Union zu stärken. Dieses gemeinsame Interesse an Halbleitern könnte eine solide Grundlage für die vorgeschlagene EU-Japan-Technologie-Allianz bilden.

Das breitere Bild: De-Risikierung und technologische Autonomie

Das Bemühen der EU, Partnerschaften mit technisch fortschrittlichen asiatischen Nationen zu festigen, stellt eine strategische “De-Risikierung” von China dar. Im Gegensatz zu den USA, die Schritte unternommen haben, um ihre Wirtschaft von Peking zu trennen, sucht die EU danach, Risiken durch die Vertiefung von technologiebezogenen Beziehungen mit verbündeten Nationen umzuverteilen.

Gleichzeitig setzt die USA Exportbeschränkungen für kritische Technologien, einschließlich Halbleitern, um China zu isolieren. Im Rahmen dieser Strategie hat Washington seine europäischen Verbündeten aufgefordert, es ihm gleichzutun.

Letzte Woche kündigte die Niederlande, Sitz eines der wichtigsten Chip-Unternehmen, ASML, neue Exportbeschränkungen für fortschrittliche Halbleiterausrüstung an. Diese Entwicklung entspricht dem breiteren Trend, dass Nationen ihre Lieferketten neu bewerten und versuchen, die Halbleiterherstellung wieder an Land zu holen.

Der Schritt der EU, enger mit Japan in wichtigen technologischen Bereichen wie KI und Halbleitern zusammenzuarbeiten, ist ein strategischer Schachzug im breiteren geopolitischen Landschaftsbild. Sie sucht nicht nur, Risiken, die mit einer zu großen Abhängigkeit von einer einzigen Nation verbunden sind, zu mindern, sondern auch, die Position der EU im globalen Technologiewettbewerb zu sichern.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der kĂŒnstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.