Künstliche Intelligenz
Bard feiert Premiere in Europa und Brasilien trotz Datenschutzbedenken und zunehmender Konkurrenz

Alphabet Inc., die Muttergesellschaft von Google, breitet ihre Flügel im KI-Landschaft aus, indem sie ihren KI-Chatbot, Bard, in Europa und Brasilien startet. Diese Expansion markiert Bards größtes Wachstum seit seiner Einführung in Großbritannien und den USA im März und verschärft den Wettbewerb mit Microsofts eigenem KI-Chatbot, ChatGPT.
Generative KI-Modelle wie Bard und ChatGPT, die in der Lage sind, menschenähnliche Antworten auf Fragen zu geben, werden zunehmend zu gemeinsamen Spielern auf dem Technologiemarkt. Allerdings traf Bards Start in der EU auf ein vorübergehendes Hindernis, als der Hauptdatenschutzbeauftragte der EU, die Irish Data Protection Commission, Datenschutzbedenken anmeldete. Die Kommission betonte, dass Google nicht ausreichend dargelegt hatte, wie Bard die Privatsphäre der europäischen Nutzer schützen würde, und verzögerte so die EU-Einführung des Chatbots.
Google versichert, dass es sich mit den betreffenden Aufsichtsbehörden auseinandergesetzt hat und Fragen im Zusammenhang mit Transparenz, Kontrolle und Wahl geklärt hat. Amar Subramanya, Bards Vice President of Engineering, erklärte, dass Nutzer die Möglichkeit haben, sich von der Datenerfassung abzumelden. Während er sich weigerte, einen möglichen Kommentar zur Entwicklung einer Bard-App abzugeben, erklärte Subramanya: “Bard ist ein Experiment. Wir wollen mutig und verantwortungsvoll sein.”
Innovation und Kontroversen bei steigender KI-Investition
Google hat Bard weiter verbessert, indem es neue globale Funktionen eingeführt hat. Zu den bemerkenswerten Ergänzungen gehören die vocalisierten Antworten des Chatbots und die Reaktionen auf bildhaltige Anfragen. “Sie können mit Bard in über 40 Sprachen zusammenarbeiten, darunter Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Hindi und Spanisch”, kündigte Jack Krawczyk, Googles Senior Product Director, in einem Blogbeitrag an. Nutzer können auch den Antwortstil von Bard anpassen, Gespräche anheften oder umbenennen, Code an mehr Orten exportieren und Bilder in Anfragen einbeziehen.
Gleichzeitig erlebt die KI-Branche einen erheblichen Investitionsschub, bei dem Milliarden in diese potenziell lukrativen Technologien investiert werden. Selbst Start-ups wie Mistral AI, die erst einen Monat alt sind, konnten eine Finanzierungsrunde von 86 Millionen Pfund für die Entwicklung und Schulung großer Sprachmodelle sichern. Der bekannte Tech-Unternehmer Elon Musk stellte ein neues KI-Start-up namens xAI vor, das ein Team von Ingenieuren mit Erfahrung bei OpenAI und Google zusammenbrachte.
Aber während diese Fortschritte Begeisterung ausgelöst haben, haben sie auch Kontroversen entfacht. Google steht derzeit in den USA wegen angeblicher Missbrauchs von personenbezogenen Daten zur Schulung von Bard vor einem Sammelklageverfahren. Die Kläger argumentieren, dass Googles nicht autorisierte Datensammlung von Websites ihre Privatsphäre und Eigentumsrechte verletzt hat. Angesichts dieser Bedenken und möglichen Nachteile wird die Entwicklung und Adoption von KI eine interessante Entwicklung sein.












