KI-Modelle und Plattformen
KI schließt sich dem Kampf gegen Wilderei an

Der illegale Tierhandel ist eine der lukrativsten kriminellen Aktivitäten der Welt, mit einem Wert von über 23 Milliarden Dollar pro Jahr. Wilderei stellt auch eine Gefahr für Mitarbeiter im Naturschutz und Parkrangern an der Front des Naturschutzes dar. Seit 2003 haben Wilderer über 1.000 Mitarbeiter im Naturschutz im Dienst getötet.
Es ist schwierig für Ranger und Parkmanager, Wilderei allein zu bekämpfen, da sie gefährlich ist und Wilderei-Aktivitäten weiterhin zunehmen. Neue technologische Fortschritte haben es ihnen ermöglicht, künstliche Intelligenz (KI) im Kampf einzusetzen.
KI-Smart-Technologie zum Schutz von Wildtieren
Smart-Technologie ist somewhat umstritten, da einige Menschen befürchten, dass sie ihre Jobs gefährden könnte. Unabhängig davon, was Sie über Smart-Technologie denken, hat sie unbestreitbares Potenzial, gefährdetes Wild zu schützen.
Hier sind einige der KI-Technologien, die an der Spitze der aktuellen Naturschutzbemühungen stehen.
1. Drohnen
Drohnen haben auch als Überwachungsinstrument im Kampf gegen Wilderer vielversprechend gewirkt. Durch die Kombination von Drohnen und KI finden Naturschützer Wege, um sie bei Nacht zu bekämpfen.
Der Air Shepard verwendet Bildverarbeitung und Remote-Kameras, um Wilderei-Gruppen mit wärmeempfindlichen Infrarot-Kameras zu lokalisieren. Diese hochentwickelte Bildverarbeitung ermöglicht es Parkrangern, sie klar zu sehen, wenn es weniger Licht gibt, und hilft ihnen, Wilderer zu stoppen, bevor sie den Tieren schaden können.
Während die Drohnen ursprünglich auf Menschen angewiesen waren, um die Fotos zu verarbeiten, verwenden sie jetzt künstliche Intelligenz, um sie zu analysieren. Sie haben die KI-Modelle mit fast 200.000 identifizierten Wilderern und 40.000 Tieren trainiert. Jetzt verwenden die Parks sie bei Nacht, um Ranger-Ermüdung zu bekämpfen.
2. Kamera-Fallen
Naturschützer verwenden auch Kamera-Fallen mit KI, um potenzielle Wilderer automatisch zu erkennen. Die winzigen versteckten Kameras — wie die TrailGuard im Grumeti Game Reserve in Tansania — fungieren als 24/7-Überwachungssysteme.
Wenn die Kameras potenzielle Wilderer erkennen, senden sie Bilder des Angreifers an Parkranger in Echtzeit, sodass sie außergewöhnlich schnell auf Alarme reagieren können.
Der Vorteil davon ist, dass sie leichter zu verstecken sind. Während Drohnen eine Luftansicht bieten können, sind sie relativ groß. Die Trailguard sendet auch nur Bilder, die die KI erkennt, an Parkranger, was hilft, Strom zu sparen.
3. ShotSpotter
ShotSpotter alarmierte ursprünglich Strafverfolgungsbehörden über Schusswaffen, damit sie sie finden und stoppen konnten. Allerdings hat auch der Kruger-Nationalpark in Südafrika es eingeführt, um Parkrangern von möglichen Wilderern zu warnen.
Der Park hat ShotSpotter seit 2018 in seiner Intensified Protection Zone (IPZ) installiert. Mit ShotSpotter können Ranger Alarme über den Standort von Schusswaffen innerhalb von 60 Sekunden erhalten, was es ihnen ermöglicht, schnell und effizient auf Wilderei-Vorfälle zu reagieren. Im Jahr 2020 gab ShotSpotter bekannt, dass seine Technologie zu einer Verringerung der Anzahl der getöteten Nashörner um 60% im IPZ-Gebiet geführt hat.
Die Technologie kann Schusswaffen erkennen, die bis zu zwei Meilen entfernt sind. Allerdings kann die Verwendung eines Schalldämpfers auf einer Waffe die Entfernung verkürzen — diese Ausrüstung kann die Schusswaffe leiser machen, aber nicht völlig lautlos.
4. Audio-Sensoren
Audio-Sensoren überwachen Geräusche, die durch Schusswaffen, Explosionen, Kettensägen und LKW-Motoren verursacht werden — alles, was auf einen Wilderer hindeuten könnte.
Im Jahr 2018 begann Cornell, sein Elephant-Listening-Projekt zu deployen, das KI verwendet, um die Audio-Daten zu analysieren, die von der Überwachung afrikanischer Wald-Elefanten gesammelt wurden. Dies kann nicht nur dazu beitragen, dass Parkranger mehr über die Tiere erfahren, sondern auch laute Geräusche erkennen, die Wilderer möglicherweise verursachen.
Während diese Technologie noch einen weiten Weg vor sich hat, um Wilderei zu bekämpfen, könnte die Zukunft bessere Reaktionszeiten bringen. Zukunftsforschung konzentriert sich darauf, ein Modell die Geräusche von Schusswaffen und anderen Wilderei-geräuschen beizubringen, um die Reaktionszeit von Parkrangern zu verbessern.
5. Protection Assistant for Wildlife Safety (PAWS)
Der Protection Assistant for Wildlife Safety (PAWS) ist eine der vielversprechendsten KI-Verteidigungen gegen Wilderei. Es handelt sich um KI-Software, die Parks verwenden, um Wilderer zu verwirren, indem sie die Patrouillenzeiten ändern.
Lily Xu und Professor Millind Tambre entwickelten die Software um die besten Pfade für Parkranger zu finden. Durch die Kombination dieser Funktion mit der Randomisierung ihrer Zeitpläne macht PAWS es Wilderern schwerer, die Bewegungen der Ranger zu verfolgen. Parks in Kambodscha konnten über 1.000 Fallen lokalisieren, während sie die KI verwendeten.
PAWS arbeitet mit dem Open-Source-SMART — oder Spatial Monitoring and Reporting Tool — zusammen. Dieses System ermöglicht es Parks, Patrouillendaten zu sammeln und zu verwalten. Zusammen verwenden sie Sicherheitsspiele, um Routen vorzuschlagen, die Ranger basierend auf historischen Daten nehmen sollten. Wie bei anderen KI- und Machine-Learning-Software ist PAWS nur so gut wie die Daten, die es erhält, aber es ist dennoch eine massive Entwicklung im Bereich des Naturschutzes und des Tierschutzes.
Wie wird KI das Feld des Wildtier-Naturschutzes weiter verändern?
Viele KI-bezogene Bemühungen, um Wilderei zu bekämpfen, haben erst in den letzten zehn Jahren stattgefunden. Mit neuen Technologien, die bereits teilweise effektiv sind, fragen sich Naturschützer, was noch entstehen wird, wenn brillante Köpfe neue Technologien entwickeln. Hoffentlich wird eine davon Wilderei ein für alle Mal beenden.












