Gesundheitswesen

KI-Chatbots könnten Demenzpatienten zugutekommen

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Neue Forschung, die im Journal of Medical Internet Research veröffentlicht wurde, zeigt, wie Chatbots Demenzpatienten und deren Betreuern zugutekommen können. Trotz dieses Potenzials ist die Technologie noch in den Kinderschuhen, was bedeutet, dass es evidenzbasierte Chatbots geben muss, die eine Bewertung durch Endnutzer durchlaufen.

Basierend auf Technologien wie Alexa oder Siri können die medizinischen Pendants Symptome interpretieren, Ressourcen vorschlagen und emotionale Unterstützung für Betreuer anbieten.

Vagelis Hristidis ist der entsprechende Autor und Professor für Informatik an der UC Riverside’s Marlan und Rosemary Bourns College of Engineering. Hristidis ist auch der Gründer des Healthcare-Chatbot-Unternehmens SmartBot360.

„Künstliche Intelligenz-Chatbots haben ein großes Potenzial, die Kommunikation zwischen Patienten und dem Gesundheitssystem zu verbessern, angesichts des Mangels an Gesundheitspersonal und der Komplexität der Patientenbedürfnisse. Dies ist besonders wichtig für Demenzpatienten und deren Betreuer, die täglich mit Pflegeherausforderungen konfrontiert sind und deren Zahl aufgrund der alternden Bevölkerung zunimmt“, sagte Hristidis.

Die Vorteile von Chatbots für Demenzpatienten

Chatbots können für Gedächtnistraining oder zur Stimulation von Erinnerungen bei Patienten mit Demenz eingesetzt werden, und für Betreuer können Chatbots Beratung und emotionale Unterstützung anbieten. Die Forschung hat jedoch ergeben, dass die Wirksamkeit von Chatbots nur so gut ist wie das medizinische Wissen, das in ihrer Programmierung verwendet wird, und die Qualität der Interaktionen des Nutzers.

Das Team der Forscher umfasste Personen von der University of Alabama, der Florida International University und der UC Riverside. Das Team identifizierte 501 Chatbot-Apps, bevor es diejenigen ausschloss, die keine Chat-Funktion, keine Chat-Möglichkeit mit live Menschen, keinen Fokus auf Demenz, nicht verfügbar oder ein Spiel waren, was die Anzahl der Apps auf 27 reduzierte.

Sechs Apps wurden untersucht

Sechs der 27 Apps erfüllten die Bewertungskriterien und umfassten die CogniCare-Mobile-App, CogniCare (Alexa-Skills-Version), My Life Story, Dementia Types, Build Your Brain Power und Everything Memory.

Bei der Untersuchung der Apps sah sich das Team die Produktivität, Wirksamkeit, Funktionalität und Menschlichkeit sowie die allgemeine Zufriedenheit an.

Nachdem die Programme gestartet worden waren, stellten die Forscher fest, dass drei der fünf Apps, die zur Aufklärung über Demenz konzipiert waren, ein breites Wissen und Flexibilität bei der Interpretation von Informationen aufwiesen. Benutzer konnten mit den Apps auf eine menschliche Weise interagieren, aber nur My Life Story bestand den Turing-Test, was bedeutet, dass eine Person, die mit dem System interagiert, nicht erkennen konnte, ob es sich um einen Menschen oder nicht handelte.

Die beiden Apps, die in Bezug auf Ethik und Datenschutz gut abschnitten, waren die beiden CogniCare-Apps, die von demselben Unternehmen produziert werden. Die anderen Apps hatten Einschränkungen, die die Benutzererfahrung beeinträchtigen konnten.

Die Apps sind noch nicht fortschrittlich genug, um mit Benutzern umfassende Gespräche zu führen, und aufgrund der komplexen Natur von Demenz und deren Symptomen könnte dies die Aufklärung und Unterstützung durch die Apps einschränken. Es gibt auch keine Garantie, dass die in die Apps programmierten Informationen evidenzbasiert sind und aus medizinischer Literatur, professioneller Praxis oder weniger vertrauenswürdigen Quellen im Internet stammen.

Die Forscher stellten fest, dass alle Chatbots vielversprechende Funktionen hatten, aber noch nicht in der Lage sind, zuverlässige, evidenzbasierte Informationen oder emotionale Unterstützung zu bieten. Die Autoren empfahlen, dass die Entwicklung und Forschung an Chatbot-Apps weiter vorangetrieben werden sollte, da sie ein großes Potenzial hat, Demenzpatienten zu helfen.

Alex McFarland ist ein KI-Journalist und Schriftsteller, der die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz erforscht. Er hat mit zahlreichen KI-Startups und Veröffentlichungen weltweit zusammengearbeitet.