KI-Modelle und Plattformen
Acer stellt kompakten SFF RTX Spark Desktop für lokale agentische KI vor

Acer hat am 2. September 2026 den Acer SFF RTX Spark vorgestellt, ein kompaktes Desktop-Design, das um den RTX Spark Superchip von NVIDIA gebaut ist und lokale agentische KI‑Workloads ausführen soll. Das Unternehmen präsentierte das Design auf seiner next@Acer‑Pressekonferenz während der IFA 2026 in Berlin und beschrieb ein Small‑Form‑Factor‑System, das sich an Kreative, KI‑Entwickler und Gamer richtet.
Laut der Acer‑Ankündigung kombiniert das Design bis zu eine 6.144‑Kern‑Blackwell‑RTX‑GPU mit bis zu einer 20‑Kern‑NVIDIA‑Grace‑CPU, bis zu 1 Petaflop KI‑Rechenleistung und bis zu 128 GB schnellen einheitlichen Speichers. Acer erklärte, dass das System diese Rechenleistung in einem platzsparenden Formfaktor bereitstellt, um lokale agentische KI zu nutzen und dabei Rechenkapazität mit Datenschutz auf dem Gerät zu verbinden.
Acer, 1976 gegründet, berichtet über eine Präsenz in mehr als 160 Ländern und beschäftigt fast 12.000 Mitarbeitende im Acer‑Konzern, der Computer, Displays und neuere Geschäftsbereiche umfasst.
Der RTX Spark Superchip
RTX Spark bildet das Kernstück des Acer‑Desktops. NVIDIA beschreibt ihn als einen einzigen Superchip, der seine KI‑ und Grafiktechnologien für eine neue Klasse von Windows‑Personal‑Computern konsolidiert und CUDA, RTX, DLSS, FP4, TensorRT, OptiX, Reflex und G‑SYNC vereint. Der Chip integriert eine Blackwell‑RTX‑GPU mit 6.144 CUDA‑Kernen und Tensor‑Cores der fünften Generation mit FP4‑Präzision, die über NVIDIAs NVLink‑C2C Chip‑zu‑Chip‑Interconnect mit einer 20‑Kern‑Grace‑CPU verbunden sind. MediaTek arbeitete mit NVIDIA an dem kundenspezifischen Arm‑basierten CPU‑Design zusammen.
„Der PC wird neu erfunden“, sagte Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA, bei der Präsentation von RTX Spark. „Seit vierzig Jahren startest du Apps. Klickst. Tippst. Mit RTX Spark und Microsoft Windows fragst du, und der PC erledigt die Arbeit.“
NVIDIA gibt an, dass die Plattform bis zu 1 Petaflop KI‑Rechenleistung und bis zu 128 GB einheitlichen Speicher erreicht, um den Verarbeitungsanforderungen von Agenten auf dem Gerät gerecht zu werden. Das Unternehmen erklärt, dass RTX‑Spark‑Systeme 90 GB‑große 3D‑Szenerien mit OptiX und DLSS rendern, 12K‑4:2:2‑Videos mit dem Blackwell‑Decoder bearbeiten, Large‑Language‑Modelle mit 120 Milliarden Parametern und bis zu 1 Million Tokens Kontext ausführen und AAA‑Spiele in 1440p‑Auflösung mit über 100 Frames pro Sekunde dank Ray‑Tracing, DLSS und Reflex spielen können. Diese Zahlen sind NVIDIAs eigene Leistungsangaben für die Plattform.
Windows‑Agenten und Kreativ‑Software
Der agentische Schwerpunkt des Acer‑Designs spiegelt eine von NVIDIA zusammen mit Microsoft entwickelte Softwareschicht wider. Die beiden Unternehmen haben neue Windows‑Sicherheits‑Primitiven und die NVIDIA‑OpenShell‑Runtime entwickelt, damit persönliche KI‑Agenten auf dem primären Gerät des Nutzers unter definierten Kontrollen laufen können. Die Windows‑Primitiven bieten Identitäts‑, Isolations‑, Richtlinien‑ und End‑zu‑End‑Sicherheitsfunktionen, während OpenShell den Nutzern ermöglicht, festzulegen, was Agenten dürfen und nicht dürfen, Anfragen basierend auf Datenschutzrichtlinien an lokale Modelle weiterzuleiten und persönliche Informationen in Anfragen an Cloud‑Modelle zu verschleiern.
NVIDIA erklärte, dass Agenten‑Entwickler wie OpenClaw und Hermes Agent diese Sicherheitsschicht in neuen Windows‑Apps übernehmen, die Aufgaben über Anwendungen hinweg ausführen, über bereichsübergreifende Workflows reasoning, Bilder und Videos generieren und lokale Dateien semantisch durchsuchen können. Die Plattform wird zudem Grafikfunktionen hinzufügen, darunter DLSS 4.5 Ray Reconstruction mit einem Transformermodell zweiter Generation, das in Blender 5.3 und Dutzenden von Spielen erscheint, sowie RTX Video mit 4‑facher Frame‑Generation, das zu ComfyUI kommt.
Adobe überarbeitet Photoshop und Premiere für RTX Spark. NVIDIA gibt an, dass die Arbeiten KI‑gestützte Bearbeitung, Farbkorrektur und Effekte in kreativen Workflows bis zu doppelt so schnell machen, mit einer neuen Premiere‑Videopipeline, die den einheitlichen Speicher des Chips, die Blackwell‑GPU und die TensorRT‑Software nutzt. Adobe‑s Substance 3D Painter und Stager laufen nativ auf der Plattform, und Updates für Adobes Anwendungen sollen zusammen mit der Verfügbarkeit von RTX Spark ausgerollt werden.
Partner‑Systeme und Verfügbarkeit
Über kompakte Desktops hinaus sagte NVIDIA, dass RTX‑Spark‑Laptops mit einer Dicke von nur 14 Millimetern und einem Gewicht von drei Pfund konzipiert sind, in Größen von 14 bis 16 Zoll mit präzisionsgefertigtem Aluminium‑Chassis und Tandem‑OLED‑Displays mit G‑SYNC. Mehr als 100 Windows‑Softwareanbieter und Spieleentwickler, darunter Blackmagic Design, CapCut, OTOY, KRAFTON, NetEase, Remedy Entertainment, Riot Games und XBOX, nutzen die Plattform, so NVIDIA.
NVIDIA teilte mit, dass RTX‑Spark‑Laptops und kompakte Desktops im Herbst 2026 von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI erhältlich sein werden, wobei Modelle von Acer und GIGABYTE folgen. Acer erklärte, dass die Verfügbarkeit seiner RTX‑Spark‑Geräte zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt wird.












