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LXTs Bericht „Path to AI Maturity 2025“ zeigt, dass generative KI die Unternehmenstransformation vorantreibt

In seiner vierten jährlichen Ausgabe präsentiert LXT Weg zur KI-Reife 2025 Der Bericht bietet einen seltenen und tiefgründigen Einblick in den aktuellen Stand der künstlichen Intelligenz in US-Unternehmen. Basierend auf einer Umfrage unter 200 hochrangigen Entscheidungsträgern – die meisten davon in leitenden Positionen oder in leitenden IT-Positionen – offenbart er einen entscheidenden Wendepunkt: Künstliche Intelligenz ist keine Nischeninitiative oder experimenteller Trend mehr. Sie ist heute eine zentrale Säule der Unternehmensstrategie, insbesondere da sich die generative KI mit einem Tempo entwickelt, das von traditionellen Technologien nicht erreicht wird.
Von vorsichtigen Piloten zu operativer KI im groĂźen MaĂźstab
In den letzten vier Jahren ist die KI-Reifekurve dramatisch angestiegen. Im Jahr 2022 experimentierte die Mehrheit der Unternehmen (60 %) noch mit KI. Im Jahr 2025 ist diese Zahl auf nur noch 17 % gesunken. Im Gegensatz dazu hat sich der Anteil der Unternehmen mit ausgereiften Implementierungen auf 83 % mehr als verdoppelt. Diese „reifen“ Unternehmen arbeiten nun mit KI, die in die Arbeitsabläufe integriert ist und alles von der Entscheidungsfindung bis zur Produktentwicklung beeinflusst.
Noch bemerkenswerter ist, dass generative KI, obwohl sie neuer ist, traditionelle KI in Bezug auf die tiefe Integration übertrifft. Während 76 % der Unternehmen angeben, traditionelle KI auf operativer oder systemischer Ebene einzusetzen, haben 19 % mit generativer KI bereits die Transformationsphase erreicht – und übertreffen damit die 16 % der traditionellen KI in dieser Kategorie. Dies zeigt, dass generative Modelle nicht nur ergänzende Werkzeuge sind, sondern die Unternehmenskompetenzen grundlegend neu definieren.
Investitionen in KI nehmen zu – bleiben aber strategisch
Entgegen der Vorstellung, dass KI nur ein Spielfeld für Milliardenkonzerne ist, zeigt die Studie von LXT, dass KI für ein breites Spektrum von Unternehmen zugänglich bleibt. Die Hälfte aller Befragten investiert jährlich zwischen einer und 1 Millionen US-Dollar in KI, und beachtliche 50 % geben an, mit Budgets unter einer Million US-Dollar zu arbeiten. Dennoch wächst das obere Ende der Skala rasant. Die Zahl der Unternehmen, die mehr als 15 Millionen US-Dollar in KI investieren, hat sich innerhalb eines Jahres versiebenfacht.
Wohin fließt das Geld? Der größte Teil fließt in Trainingsdaten, dicht gefolgt von Softwareentwicklung und Produktinnovation. Investitionen in Hardware, Analyseplattformen und KI-Talente spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle, wenn auch in geringerem Maße. Diese Muster deuten darauf hin, dass Unternehmen zunehmend die grundlegende Bedeutung hochwertiger, domänenspezifischer Daten für den langfristigen KI-Erfolg erkennen.
Das strategische Warum: Innovation vor Effizienz
Im Jahr 2024 erwies sich das Risikomanagement als wichtigster Grund für die Einführung von KI. Dies war in einem Jahr verständlich, in dem die regulatorische Kontrolle über generative KI zunahm und Unternehmen eine vorsichtige Pause einlegten. Doch bis 2025 hat sich die Situation geändert. Innovation ist mit 70 % der Befragten erneut der wichtigste Motivator. Dicht gefolgt von Wettbewerbsdifferenzierung (66 %) und Geschäftsagilität (59 %).
Interessanterweise haben traditionelle Treiber wie Kosteneinsparungen und Lieferketteneffizienz an relativer Bedeutung verloren. Dieser Wandel deutet darauf hin, dass KI nicht mehr als Backoffice-Tool zur schrittweisen Optimierung betrachtet wird, sondern als strategischer Wachstumsmultiplikator, der ganze Märkte und Kundenerlebnisse neu gestalten kann.
Generative KI setzt sich an die Spitze des Feldes
Generative KI ist mittlerweile die am weitesten verbreitete KI-Anwendung und wird von 80 % der befragten Unternehmen genutzt. Ihre Verbreitung wird durch eine Vielzahl wirkungsvoller Anwendungsfälle vorangetrieben. Dazu gehören:
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Datenanalyse (73 %), das Organisationen dabei hilft, große und komplexe Datensätze zu verstehen.
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Cybersicherheit und Risikoerkennung (71 %), wo sich KI der neuen Generation als entscheidend fĂĽr die Identifizierung neuer Bedrohungen und Anomalien in Echtzeit erweist.
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KI-Agenten und virtuelle Assistenten (60 %), die fĂĽr die Workflow-Automatisierung und den Kundenservice zu einem integralen Bestandteil werden.
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Dokumentzusammenfassung und Bildgenerierung, beide werden von über der Hälfte der Organisationen verwendet.
Noch überzeugender ist der Return on Investment. Im Jahr 2025 hat generative KI die prädiktive Analytik als KI-Technologie mit dem höchsten ROI abgelöst. Ihre Fähigkeit, sowohl Kosten- als auch Zeitersparnisse zu erzielen und gleichzeitig strategische Erkenntnisse zu gewinnen, hat sie zu einem Eckpfeiler KI-gestützter Geschäftsmodelle gemacht.
KI am Arbeitsplatz: Der Aufstieg der Schattentools
Die Einführung von KI beschränkt sich nicht nur auf Unternehmensimplementierungen. Mitarbeiter ergreifen die Initiative. Fast zwei Drittel (65 %) nutzen KI-Tools, die in Drittanbieterplattformen (wie Salesforce oder Microsoft 365) integriert sind, und 59 % nutzen eigenständige Tools wie ChatGPT – auch ohne offizielle Genehmigung ihres Unternehmens. Diese organische Nutzung zeigt eine starke Nachfrage nach KI-Förderung auf der Basisebene, wirft aber auch Fragen zu Datensicherheit, Governance und verantwortungsvoller Nutzung auf.
Daten sind das Unterscheidungsmerkmal
Die Ergebnisse von LXT lassen keinen Zweifel: Daten sind das Herzstück der KI-Leistung80 % der Unternehmen geben an, dass qualitativ hochwertige und präzise Daten ihre oberste Priorität haben, und fast alle (94 %) erwarten, dass ihr Datenbedarf in den nächsten zwei bis fünf Jahren steigen wird. Insbesondere etablierte Unternehmen legen großen Wert auf domänenspezifische, annotierte Daten – erstellt oder validiert von Fachexperten –, da sie deren enormen Einfluss auf die Modellgenauigkeit und Geschäftsrelevanz erkennen.
Überwachtes Lernen dominiert die Modelltrainingslandschaft und wird von 74 % der Befragten genutzt. Synthetische Daten gewinnen jedoch rapide an Bedeutung und werden mittlerweile von 65 % der Unternehmen genutzt. Dies spiegelt den Bedarf an skalierbaren, datenschutzkonformen und anpassbaren Datensätzen in einem zunehmend datenhungrigen Ökosystem wider.
Branchenaufschlüsselung: Der Erfolg ist ungleichmäßig
Während die KI-Reife branchenübergreifend zunimmt, variieren die Ergebnisse je nach Branche stark. Die Einzelhandel sticht hervor als Erfolgsgeschichte, mit der niedrigste Ausfallrate (34 %) für KI-Projekte und die höchste Budgetzuweisung (21%)Dies korreliert mit ihrem Fokus auf Bestandsverwaltung und kundenorientierten Innovationen.
Im Gegensatz, Professionelle Dienstleistungsunternehmen melden die höchsten Ausfallraten (48 %)und weisen den geringsten Anteil ihres Budgets (7 %) der KI zu. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass der Erfolg im Bereich KI nicht nur eine Frage der Strategie ist, sondern auch der Bereitstellung angemessener Ressourcen und des organisatorischen Engagements.
Fazit: Vom Tool zur Transformation
LXTs Weg zur KI-Reife 2025 markiert einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der Unternehmens-KI. Die Ergebnisse sind eindeutig: Bei KI geht es nicht mehr nur um marginale Gewinne oder isolierte Projekte. Sie wird systemübergreifend integriert, in die strategische Planung eingebettet und verändert die Arbeitsweise und den Wettbewerb von Unternehmen.
Während Unternehmen ihre KI-Bemühungen weiter ausbauen, werden diejenigen die nächste Innovationswelle anführen, die klug in Trainingsdaten investieren, die abteilungsübergreifende Einführung fördern und KI als transformative – nicht taktische – Technologie betrachten.
Der Bericht von LXT ist nicht nur eine Momentaufnahme der Gegenwart – er ist ein Fahrplan für die Zukunft intelligenter Unternehmen.












